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Boykott für BVB-Fans kein Misserfolg

Große Unterstützung für den BVB auch in Leipzig zu erwarten. Foto: Imago.

Große Unterstützung für den BVB auch in Leipzig zu erwarten. Foto: Imago.

Trotz des ausverkauften Gästeblocks beim Auswärtsspiel bei RB Leipzig sehen BVB-Fans, die den Boykott des Spiels beschlossen und zum alternativen Besuch eines U23-Spiels eingeladen hatten, in ihrer Aktion keinen Misserfolg. Man habe nie daran geglaubt, dass der BVB-Block in Leipzig leer bleiben werde, weil es gerade im Osten dafür zu viele Fans des Vereins gebe und man habe nie dazu aufgerufen, dass der Block leer bleibe.

Es gebe kein „Richtig oder Falsch in dieser Sache, nur eine Haltung, die jeder Borusse für sich selbst finden muss“, heißt es dazu beim Fanportal schwatzgelb und Fans, die das Spiel besuchen wollen, weil sie endlich mal Tickets für ein Auswärtsspiel bekommen oder ein BVB-Spiel ausnahmsweise mal vor der eigenen Haustür haben, sind zu verstehen, auch wenn RB Leipzig als Verein nicht akzeptabel ist.

In Dortmund sei die GmbH & Co. KGaA aus einem Verein mit vielen Mitgliedern gewachsen, in Leipzig dagegen sei der Verein „ein wackliges, marketinggetriebenes Konstrukt“, das mit einem Ausstieg von Red Bull beendet sei.

Streit um die Deutungshoheit für den Erfolgs des Protestes könnte man es nennen. Klar, dass die Boykottankündiger von der medialen Häme bezüglich des binnen kürzester Zeit ausverkauften Gästeblocks wie in einem Reviersport-Kommentar nicht begeistert sind und ihre eigene Sicht dagegensetzen. Merkwürdig nur, dass man es immer wieder hinkriegt, sich selbst im Umfeld eines Wirtschaftsunternehmens aktive und gute Fans zuzuschreiben, während man anderswo nur das Wirtschaftsunternehmen sieht. Es gibt kein „Richtig oder Falsch“ gilt in dem Fall dann doch nur nach innen und nicht nach außen.