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Georg Teigl muss sich rechtfertigen

Eine Verbeugung vor der falschen Kurve zu viel?: Georg Teigl bedankt sich bei den RB-Fans. Foto: Imago.

Eine Verbeugung vor der falschen Kurve zu viel?: Georg Teigl bedankt sich bei den RB-Fans. Foto: Imago.

Eigentlich sollte man meinen, dass die Geschichte rund um Georg Teigl und seine Rückkehr im Rahmen eines Bundesligaspiels zu RB Leipzig mit dem FC Augsburg nur positive Aspekte hat. Einen Ex-Spieler freundlich und mit viel Applaus zu begrüßen, wie es das RB-Publikum tat, sodass selbst Teigl beeindruckt ist und zum Dank nach dem Spiel in die Kurve der Gastgeber geht, ist eine schöne Geschichte, in der sich Wertschätzung auch über die Vertragslaufzeit hinaus ausdrückt. Und gut ist.

Aber denkste. Nach dem Spiel sah sich Georg Teigl aufgrund von Reaktionen in den Sozialen Netzwerken genötigt, seine Aktion in Leipzig zu erklären. Er habe sich nach der Niederlage nicht „zusammen mit der Leipziger Mannschaft feiern lassen“, sondern sich bei den RB-Anhängern bedanken wollen. Er sei natürlich zu 100% FCA-Spieler und erfülle sich dort mit der Bundesliga seinen großen Traum.

Erstaunlich, dass man sich nach einem solchen Abend in dieser Form rechtfertigen muss. Die Augsburger Allgemeine vermutet vielleicht nicht ganz zu Unrecht, dass „es mit Sicherheit kaum einen gestört hätte, wenn der Tatort des Geschehens nicht Leipzig, sondern vielleicht Mainz oder Hamburg gewesen wäre“.

So wie bei Jakub Błaszczykowski. Der durfte beim Spiel von Wolfsburg gegen Dortmund vor kurzem das Bad vor der ihn feiernden BVB-Kurve genießen, nachdem er den BVB im Sommer in Richtung Wolfsburg verlassen hatte bzw. verlassen musste. Wurde bei dem Polen ganz normal und ausschließlich positiv darüber berichtet und gesprochen..