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Red Bull Salzburg: „Planungen grundsätzlich unabhängig von RB Leipzig“

Arm in Arm, aber doch unabhängig: Jochen Sauer und Christoph Freund von Red Bull Salzburg mit Ralf Rangnick. Foto: Imago.

Arm in Arm, aber doch unabhängig: Jochen Sauer und Christoph Freund von Red Bull Salzburg mit Ralf Rangnick. Foto: Imago.

Die Unabhängigkeit von RB Leipzig betont Red Bull Salzburgs Geschäftsführer Jochen Sauer im Gespräch mit Spox. Aufgrund seiner gemeinsamen Vergangenheit mit Ralf Rangnick in Salzburg habe er einen „guten und vertrauensvollen Austausch“ und „regelmäßigen Kontakt“, allerdings seien die Planungen der beiden Klubs „grundsätzlich unabhängig“ voneinander und wenn RB Leipzig einen Spieler will, „dann laufen die Gespräche nicht viel anders ab, als mit einem anderen Verein“.

Bernardo-Wechsel nicht ungewöhnlich

Jochen Sauer versteht „teilweise“, dass der Wechsel von Bernardo zu RB Leipzig in der Öffentlichkeit und bei den Fans emotional diskutiert wurde: „Allerdings sind die Meisten zu weit weg, um dies vernünftig zu beurteilen. Wenn man es aber ganz nüchtern betrachtet, ist es nicht ungewöhnlich, dass innerhalb der letzten drei, vier Transfertage viel passiert auf dem europäischen Spielermarkt.“

Es gehöre zur Philosophie des Vereins, dass man Spieler ausbilde und ihnen beim nächsten Karriereschritt keine Steine in den Weg legt: „Wir haben es einmal mit Mane versucht, ihn zu überzeugen, noch ein paar Wochen zu warten und das ist schief gegangen. Wenn wir also einen Spieler nicht überzeugen können, sich hier weiterzuentwickeln, dann lassen wir den Spieler unter angemessenen wirtschaftlichen Bedingungen gehen.“

Hinteregger-Aussagen aus Emotion heraus

Auch in Bezug auf Martin Hinteregger, der den Vorwurf äußerte, dass Salzburg durch die Wechsel von Spielern nach Leipzig kaputtgemacht werde, zeigt Jochen Sauer Verständnis für die emotionale Reaktion. Allerdings kenne der nach Augsburg gewechselte Innenverteidiger nicht „die Details der Vereinsausrichtung“: „Hinteregger kann nicht beurteilen, welche anderen Angebote verschiedene Spieler hatten.“ Jeder entscheide selbst ob und wohin er wechseln möchte.

Anteil der Wechsel von Salzburg nach Leipzig nicht sehr hoch

Jochen Sauer weist auch darauf hin, dass nur ein kleiner Teil der Salzburger Wechsel in der Vergangenheit nach Leipzig gingen. Acht oder neun von 27 Spielern, die in den letzten vier Jahren den Verein verlassen haben, seien zu RB Leipzig gewechselt. Spieler wie Sadio Mane, Kevin Kampl, Martin Hinteregger oder Andre Ramalho sind zu anderen Klubs gewechselt, weil sie dort „attraktiver Angebote“ bekommen haben. Ob diese Spieler teilweise nach Leipzig gegangen wären, wenn RB damals schon in der Bundesliga gespielt hätte, lasse sich „im Nachhinein nicht seriös beantworten“.

Red Bull Salzburg unabhängig von Red Bull

In Bezug auf Red Bull erklärt Jochen Sauer, dass die Firma nach Satzungänderungen im Verein letzten Sommer nur noch ein „normaler Hauptsponsor“ sei. Das habe auch den Hintergrund „die Regelung der Wettbewerbs-Integrität seitens der UEFA“ zu erfüllen, sodass RB Leipzig und Red Bull Salzburg gleichzeitig in europäischen Wettbewerben antreten könnten.