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Oliver Mintzlaff: Stadionentscheidung noch dieses Jahr

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig. Foto: Imago.

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig. Foto: Imago.

Oliver Mintzlaff möchte „noch in diesem Jahr“ entscheiden, ob man ein neues Stadion baut oder im alten verbleibt. Im Interview mit der LVZ erklärt er, dass es nicht darum geht, „ob es dem Trainer, den Spielern, den Fans oder mir in der Red Bull Arena gefällt“.

Wichtig sei nur, „welcher Standort gut für die weitere Entwicklung des Vereins ist“. Man müsse möglichst viele Einnahmen generieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine der wichtigsten wirtschaftlichen Kennziffern ist in diesem Zusammenhang das Stadion.“

RB Leipzig fühlt sich aber grundsätzlich in der Red Bull Arena wohl. Hinsichtlich eines Kaufs des Stadions von Michael Kölmel „gibt es derzeit nichts Neues“. Kölmel hatte sich zuletzt zurückhaltend geäußert und für einen Verbleib in der Red Bull Arena geworben. Für einen Ausbau des Stadions müsse man „noch Gespräche führen“. Auch statisch sei noch nicht alles geklärt.

Über einen möglichen Standort für eine neue Arena möchte Oliver Mintzlaff nicht mitspekulieren. Allerdings erklärt er, dass ein Neubau wesentlich günstiger als die bisher in der Presse gehandelten 300 Millionen Euro wäre.

„Red Bull das Beste, was der Bundesliga passieren konnte“

Hinsichtlich der bundesweiten Auseinandersetzung mit RB Leipzig sieht Oliver Mintzlaff die Kritik an RB Leipzig weiter abebben. Red Bull sei „das Beste, was der Bundesliga passieren konnte“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des Vereins.

Man polarisiere als Verein, „das ist gut so“. Die Proteste seien allerdings getragen von „lauten Minoritäten“ und „Randgruppen“, von denen man sich „nicht verbiegen“ lasse. Man rede dabei aber nicht über die „Gesamtheit der Fußball-Anhänger in Deutschland“, sondern über Ultra-„Lächerlichkeiten“.

„Wir lassen es nicht zu, dass Clubs, die Probleme mit ihren Fans haben, diese auf uns abwälzen“, erklärt Oliver Mintzlaff. Die „Imagewerte“ seines Klubs würden steigen und man sei „nach Meinung vieler aus der Branche, d e r Verein zum Anfassen mit sehr vielen positiven Attributen“.

Oliver Mintzlaff: „Enger Dialog mit unseren Fans“

RB Leipzig hat „sensationelle Anhänger“, bekennt Oliver Mintzlaff. Mit ihnen stehe man im engen Dialog und Austausch. Auch bezüglich des sogenannten Bannergates (RB Leipzig erlaubt keine Fanbanner mehr auf der Haupttribüne) wurde alles „sauber besprochen“: „Operative Entscheidungen trifft auch in Zukunft der Verein und teilt diese entsprechend mit.“

In der Red Bull Arena „werden auswärtige Mannschaften freundlich begrüßt, auch ohne 100-jährige Tradition. Für mich hat das Vorbildcharakter. Familien müssen ins Stadion kommen können, ohne Angst vor Gewalt. Die hat im Fußball nichts verloren.“

Keine Veränderung der Saisonziele

Nach dem guten Start in die Saison sieht Oliver Mintzlaff noch nicht die Zeit gekommen, um Saisonziele zu verändern. Es gehe weiter darum, eine „sorgenfreie Saison“ zu spielen.

Diesbezüglich passe es zwischen Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick sehr gut: „Beide sind absolute Experten und Teamplayer. Man diskutiert auf Augenhöhe und wenn nötig auch kontrovers.“ Neid gebe es zwischen den beiden nicht.

Dickes Plus in der Transferbilanz

Oliver Mintzlaff sieht Ralf Rangnick bei den Transfers sehr gute Arbeit machen. Auch wenn teure Spieler wie Omer Damari, Atinc Nukan und Massimo Bruno bisher noch nicht durchgestartet seien. Man müsse aber „mal abwarten, wie sich die drei entwickeln“. Ralf Rangnicks Transferbilanz sei bei RB Leipzig schon jetzt „dick im Plus“.

Spieler aus Salzburg, dass betont der Leipziger Fußballchef erneut, werden zudem nicht zu Wechseln nach Leipzig gezwungen: „Diese Entscheidung obliegt am Ende allein den Spielern, denn sie müssen wissen, wo sie ihren nächsten Entwicklungsschritt gehen möchten.“