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Ralph Hasenhüttl: Trainer statt Förster

Fußball ist das Leben von Ralph Hasenhüttl. Denkt man. Aber wenn es nach der Berufsberatung gegangen wäre, hätte er eher Förster werden sollen. Diese Anekdote erzählt der RB-Coach im Interview mit BILD am Sonntag. Trotz „Affinität zur Natur“ wäre dieser Beruf aber keine gute Option gewesen, da man dabei „auch hätte Tiere erlegen müssen“.

Nicht nur der Trainerjob war von vornherein nicht vorbestimmt. Auch die Fußballerkarriere selbst war nicht schon immer der „Traumjob“. „Ich habe alle Sportarten ausprobiert vom Windsurfen bis Snowboard, weil ich es geliebt habe, neue Bewegungen zu erlernen.“ Letztlich ist es dann aber doch der Fußball geworden.

Ralph Hasenhüttl will „einzigartiger“ Trainer sein

Als Trainer möchte Ralph Hasenhüttl „einzigartig“ bleiben. Es gebe zwar Parallelen zu geschätzten Kollegen wie Pep Guardiola oder Jürgen Klopp (der Hasenhüttl einst als Spieler nach Mainz holen wollte, aber daran scheiterte, dass der schon bei der zweiten Mannschaft von Bayern München unterschrieben hatte), aber auch Unterschiede. Bei Guardiola beispielsweise hinsichtlich der Spielphilosophie.

Für Hasenhüttl ist die Organisation im Spiel gegen den Ball das Wichtigste. „Sich einen Meter gegen den Ball nach hinten zu schenken, ist keine gute Idee. Sich mal einen Weg nach vorn zu schenken damit kann ich noch eher leben.“

Ob es irgendwann mal zum Trainer beim FC Bayern reicht, weiß Hasenhüttl nicht.  „Ich glaube, dass du als Trainer auf dem absolut höchsten Level sein musst, um so eine Mannschaft zu trainieren. Du brauchst das Wissen und die Energie“, erklärte der 49-Jährige: „Und für diese Kombination gibt es während der Trainerkarriere kein großes Zeitfenster. Ob ich irgendwann gefragt werde oder mich dann in diesem befinde, weiß ich nicht.“

Meisterziel für Spieler nicht verboten

Kein Problem hat Ralph Hasenhüttl damit, wenn Oliver Burke als Ziel die Meisterschaft ausgibt. „Jeder Spieler muss nach dem Höchsten streben“, erklärt der Österreicher. Allerdings nutze man das vereinsseits nicht als „Motivationshilfe“. Es bringe nichts, solche Ziele zu formulieren: „Wichtig ist, dass man die Realität nicht aus den Augen verliert.“

In der Realität liegt man punktgleich mit Bayern München auf Platz 2 in der Bundesliga. Das sei „nichts, wofür wir uns schämen müssten, sondern ein Zeichen dafür, dass wir es bisher gut gemacht haben.“ RB Leipzig sei mit einer jungen, sympathischen und ehrgeizigen Truppe eine Bereicherung für die Bundesliga“.

Damit einher gehen auch immer besser werdende Imagewerte. Sowieso sieht Ralph Hasenhüttl kein „RB-Bashing“. Die „negativen Ströme werden immer weniger“. Man sei in Leipzig „auf einem guten Weg, unsere eigene Tradition zu schaffen“.



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  1. Presse 14.11.2016 | rotebrauseblogger

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