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Christian Heidel: „Absteiger RB Leipzig? Darüber habe ich mich totgelacht!“

Können wieder lachen: Markus Weinzierl und Christian Heidel. Foto: imago

Können wieder lachen: Markus Weinzierl und Christian Heidel. Foto: imago

Sportvorstand auf Schalke ist seit der laufenden Saison der Ex-Mainzer Christian Heidel. Der WAZ erklärte jetzt, wieso er sich auf das Duell gegen RB Leipzig freut, obwohl er im Spiel Pessimist ist.

Himmel über Schalke klart langsam auf

Der Saisonbeginn verlief alles andere als positiv. Als der FC Schalke Ende September aus fünf Spielen noch nicht einen Punkt geholt hatte, war sie wieder greifbar, die Unruhe auf Schalke. Das neue Gespann Heidel/Weinzierl hatte jede Menge damit zu tun, trotz eklatanter Fehler im eigenen Spiel die Geduld zu bewahren. Mittlerweile ist Schalke seit zwölf Spielen ungeschlagen, liegt auf Rang acht – hinter dem BVB – und überwintert in allen Pokalwettbewerben. Daran habe Heidel allerdings nie gezweifelt, den FC Schalke immer auf dem richtigen Weg gesehen.

Christian Heidel: 90 Minuten Pessimist

Bei der Partie gegen den SV Darmstadt war Heidel trotzdem nicht sicher, ob der FC Schalke die Punkte behält. Während des Spiels sei er immer Pessimist. Nach dem 0:1-Rückstand habe er sich schon eine Klatsche gegen den Underdog ausgemalt. „Ich hatte Bedenken, weil im ganzen Umfeld jeder gesagt hat: Wir gewinnen gegen Darmstadt und fahren dann nach Leipzig. Man ertappt sich selbst dabei. Und wenn ich schon so denke, wie denken dann die Spieler?“

RB Leipzig als große Herausforderung

Jetzt freue er sich besonders auf die Fahrt nach Leipzig. Nicht, weil er eine Kampfansage im Gepäck hätte, wie die Kollegen aus Dortmund und München. Dazu ist Heidel zu sehr bedacht auf vorsichtige Schritte, lobt die Mannschaft nach der Serie nicht über den Klee. „Wir haben erst den zwölften Spieltag absolviert. Deshalb hat alles noch nichts zu bedeuten.“ Eine große Herausforderung sei aber, jetzt das zu schaffen, was in der laufenden Saison noch keiner Mannschaft gelungen ist: RB Leipzig zu schlagen. „Das wird brutal schwer in einer guten Atmosphäre in Leipzig. Ich freue mich auf das Spiel.“

Zur sportlichen Lage des Aufsteigers äußerte er sich auch. Zwar habe er sie nicht so weit oben erwartet, aber überraschend kommt der Erfolg für ihn nicht. „Der eine oder andere hat ja suggeriert, dass die gegen den Abstieg spielen. Darüber habe ich mich totgelacht. Das ist eine gestandene, eingespielte Mannschaft mit einem eingespielten System, die eine Euphorie mitträgt.“