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Christian Heidel: Welten zwischen RB Leipzig und Schalke 04

Christian Heidel ist zufrieden, dass er Breel Embolo emotionalisieren und zu Schalke 04 locken konnte. Foto: Imago.

Christian Heidel ist zufrieden, dass er Breel Embolo emotionalisieren und zu Schalke 04 locken konnte. Foto: Imago.

Schalke-Manager Christian Heidel sieht zwischen RB Leipzig und dem FC Schalke 04 „Welten“. Zumindest auf „emotionaler“ Ebene. Das sei auch normal, denn „Schalke gibt es seit 112 Jahren, Rasenballsport Leipzig seit 2009“.

Im LVZ-Interview wiederholt er auch seine Kritik am Verein. „Es wird nicht mehr mit gleichen Waffen gekämpft, das ist in meinen Augen nicht gut.“ Das liege daran, dass Leipzig Ausgaben nicht durch selbst erwirtschaftete Einnahmen gegenfinanzieren muss. Allerdings ist das für Christian Heidel „gar keine Kritik, denn RB hält sich an die von uns gemeinsam aufgestellten Regeln“.

Christian Heidel lobt Arbeit bei RB Leipzig

RB Leipzig sei „nicht nur sportlich, sondern auch juristisch top aufgestellt. Das muss man akzeptieren und respektieren.“ Der Unterschied zu Schalke 04 liege aber darin, dass „Gazprom seit 2007 Trikot- und Hauptsponsor des FC Schalke 04 ist und sich nicht eine Sekunde in das operative Geschäft des Vereins eingemischt hat“.

Sportlich gesehen hat Christian Heidel großen Respekt vor RB Leipzig. „RB macht das überragend gut, ist mit seinem Gegenpressing nah an der Perfektion. Wenn Leipzig am gegnerischen Strafraum den Ball verliert, gehen drei Mann drauf.“ Der Verein werde „auf Jahre hinweg eine große Nummer in Deutschland“ sein. Zumal man „jetzt mit Ralph Hasenhüttl auch noch den passenden Trainer gefunden hat“.

Momentan sei RB Leipzig die beste Mannschaft Deutschlands, weil sie in der Bundesliga auf Platz 1 steht. Angst vor dem Spiel in Leipzig hat Heidel trotzdem nicht. „Wir haben die Aufgabe, Leipzig die erste Niederlage beizubringen. Es gibt ganz sicher leichtere Aufgaben, aber ich freue mich auf das Spiel.“ Als Abstiegskandidaten hatte er Leipzig sowieso nicht gesehen. Schalke tritt am Samstag bei RB Leipzig an.

Wechsel von Breel Embolo zu Schalke 04 aus emotionalen Gründen

Im Interview mit der LVZ spricht Christian Heidel auch über die Verpflichtung von Breel Embolo, an dem im Sommer auch RB Leipzig interessiert war. Diesbezüglich behauptet der Schalke-Manager, dass man dem Schweizer Offensivmann „das gleiche Angebot unterbreitet hat wie RB“.

Embolos Entscheidung für Schalke sei keine finanzielle, sondern eine „rein emotionale“ gewesen. Dabei hat Heidel dem 19-Jährigen „Bilder und Filme von der Atmosphäre auf Schalke gezeigt“.

Breel Embolo kam im Sommer für über 20 Millionen Euro vom FC Basel. Im Oktober zog er sich im Spiel beim FC Augsburg nach einem Foul einen Bruch des Sprunggelenks zu und fällt lange aus.