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Werner-Gate: Schwalbe, oder nicht Schwalbe?

Die Schwalbe, die für Aufsehen sorgte: Ralf Fährmann zieht zurück, Timo Werner ist bereits im Fallen. Foto: imago

Die Schwalbe, die für Aufsehen sorgte: Ralf Fährmann zieht zurück, Timo Werner ist bereits im Fallen. Foto: imago

Die Frage, ob Timo Werner im Schalker Strafraum nun gesegelt ist wie eine Schwalbe oder gestrauchelt wie ein junges Kalb, beschäftigt am Tag nach dem Elfmeter-Eklat die Öffentlicheit. Bei RB gibt es dazu durchaus unterschiedliche Versionen und Definitionen.Timo Werner selbst hatte am Abend nach dem 2:1-Erfolg des Spitzenreiters dazu gesagt: „Ich will nicht sagen eine Schwalbe, aber auf jeden Fall kein Elfmeter”. Tags darauf korrigierte er beim Sportinformationsdienst: „Natürlich sieht es nicht nur nach einer Schwalbe aus, sondern es ist eine – Punkt.”

Derweil trat RB-Sportdirektor Ralf Rangnick beim Auslaufen am Sonntagvormittag vor die Mikrofone und sagte: „Es war kein Elfmeter. Das hat jeder gesehen, und das hat auch schon gestern jeder bei uns im Verein gesagt. Ich bleibe aber dabei, dass es keine Schwalbe war.”

Rangnick: „Eine Schwalbe unterstellt eine Absicht des Spielers”

Eine Schwalbe unterstelle ja „eine Absicht des Spielers”, argumentierte Rangnick. Der RB-Macher blieb bei der Version, dass Werner aufgrund des Haltens von Naldo beeinträchtigt worden sei. „Es war ein klares Foul schon am Eingang zum Sechzehner, der zweifache Versuch zu foulen durch Naldo”, sagte Rangnick. „Da ist Timo Werner aber standhaft geblieben, er hat sich nicht hingeschmissen. Hätte er das gemacht, hätte es da schon Elfmeter gegeben.”

Und: „Aber er ist weitergelaufen und kam dann aus dem Tritt. Ich bin mir sicher, dass es keine Absicht war von ihm, dass er einen Elfmeter schinden wollte. Dennoch bleibt es dabei, dass es keiner war.”

Alles zur Schwalben-Affäre bei der Mitteldeutschen Zeitung.