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Oliver Mintzlaff: UEFA-„Hausaufgaben“ sind gemacht

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig. Foto: Imago.

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig. Foto: Imago.

Keine Probleme mit der UEFA sieht Oliver Mintzlaff offenbar für den Fall, dass sich RB Leipzig für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert. Der „Prozess der Entflechtung“ von Red Bull Salzburg und RB Leipzig habe schon vor zwei Jahren begonnen. Ralf Rangnick sei ja auch schon seit über einem Jahr nicht mehr in Salzburg tätig.

Das erklärt der Leipziger Geschäftsführer und Präsident heute der LVZ. Damit reagiert er auch auf einen Beitrag der 11Freunde von letzte Woche. In diesem war vermutet worden, dass RB Leipzig bei der Lizenzierung durch die UEFA Probleme bekommen würde. Denn Leipzig verstoße gegen Bestimmungen des Financial Fairplay. Zudem sei man zu eng mit Salzburg verbündelt, was der Bestimmung widerspricht, dass zwei Klubs nicht denselben Besitzer bzw. Hauptgeldgeber haben dürfen.

Rosarote Lebenswelt von Oliver Mintzlaff

Keine Probleme in Europa und sowieso keine Probleme in Deutschland. Die Lebenswelt von Oliver Mintzlaff als RB-Chef ist derzeit rosarot. Ralf Rangnick „hat hochtalentierte und entwicklungsfähige Spieler geholt, das Trainer- und Betreuerteam ist erstklassig, unsere Spieler brennen, verbreiten viel Spielfreude. Wir sind eine absolute Bereicherung für die Bundesliga.“

Auch Trainer Ralph Hasenhüttl kommt beim Lob des Chefs gut weg. Schon von Anfang an sei Oliver Mintzlaff begeistert gewesen. Und auch jetzt gilt noch: „Er ist ein toller Trainer und sympathischer Typ und passt wunderbar zu uns.“

Mit den Bayern und Dortmund vergleiche man sich bei RB Leipzig noch nicht. Von der „Anspruchshaltung“ der beiden Klubs, auf den Plätzen eins und zwei einzukommen, sei man „weit entfernt“. Man wolle weiterhin „eine sorgenfreie Saison spielen“. Die Sorgenfreiheitsskala ist dabei allerdings offenbar nach oben offen..

Gehaltsbeschränkung bei RB Leipzig wird fallen

Damit man künftig und auf Dauer näher an Teams wie Bayern und Dortmund heranrückt, weist Oliver Mintzlaff auch noch mal darauf hin, dass die Gehaltsbeschränkungen bei RB Leipzig nicht für immer sein werden. „Wir wollen uns in drei bis fünf Jahren auch für internationale Wettbewerbe qualifizieren. Wenn man mit den großen Clubs in Deutschland konkurrieren will, kann man nicht an den Leitplanken eines Aufsteigers festhalten. Das heißt aber nicht, dass wir heute, morgen oder in fünf Monaten mehr bezahlen.“

Heißt dann aber wohl, dass man spätestens bei der Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb das Gehaltsniveau anhebt. Also Stand heute im kommenden Sommer. Das wäre dann in sechs bis sieben Monaten..

Einer, der von seiner ganzen Qualität her schon jetzt ein Versprechen auf eine goldene Zukunft (entweder sportlich oder zumindest wirtschaftlich über Transfererlöse) ist, ist Naby Keita. Der laut Oliver Mintzlaff in der LVZ im Sommer „einige konkrete Angebote“ hatte. „Wenn man sieht, was er mit seinen 21 Jahren schon kann, bin ich froh, dass er sich am Ende für uns entschieden hat“ gibt der RB-Geschäftsführer zu Protokoll. Da dürft ihm in Leipzig kaum jemand widersprechen.