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Dolmetscherin bei RB Leipzig hat Hausaufgaben für Keita, Burke und Bernardo

Der Kader von RB Leipzig setzt sich aus 16 Nationalitäten zusammen, wenn man doppelte Staatsbürgerschaften mitzählt. Welche Sprache spricht man auf dem Platz, wie behält man kommunikativ den Durchblick? Dieser Frage widmet sich die SPORT BILD.

Kommunikation auf dem Platz ist der Schlüssel

Fußballprofis haben es sprachlich nicht ganz leicht. In den Topligen Europas spielen zu einem Großteil Spieler aus anderen Ländern. In Italien hält sich das Verhältnis etwa die Waage, in Deutschland spielen etwas weniger, in England sogar mehr Ausländer als Einheimische. Am wichtigsten für die Legionäre ist, möglichst früh die Sprache der Liga zu sprechen. Häufig scheitern Profis an der Sprachbarriere und fühlen sich nicht integriert oder haben gerade zu Beginn Probleme in der Abstimmung auf dem Platz.

Mangelnde Sprachkenntnisse sorgen für Frust

So gesehen beim Italiener Ciro Immobile, der weder bei Borussia Dortmund, noch beim FC Sevilla sein Glück fand. Nachdem er mit dem FC Turin das Sprungbrett seiner Karriere verlassen hatte, wurde er erst in Italien wieder erfolgreich. Er habe sich aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse mehr Unterstützung der Mannschaft gewünscht, begründete er vor seinem frustrierten Abgang aus Dortmund.

RB Leipzig hat eine Integrationsbeauftragte gegen die Sprachbarriere

Auch bei RB Leipzig soll die Sprache nicht zum Problem werden. Trainer Ralph Hasenhüttl bleibt für manche Fälle immerhin noch eine Ausweichmöglichkeit, der Österreicher spricht gutes Englisch. Für alle RB-Profis, die noch ungenügend Deutsch sprechen, ist Raquel Rosa die Rettung. Die 35-jährige Brasilianerin spricht sechs Sprachen und dolmetschte schon für das deutsche WM-Team in Brasilien.

Vorbildliche Sprachschüler bei RB Leipzig

Allerdings sind davon gar nicht soviele betroffen. Die Schweizer und Österreicher im Team haben kein Problem mit der deutschen Sprache. Bis auf Yussuf Poulsen haben alle mit doppelter Staatsbürgerschaft auch einen deutschen Elternteil und sprechen fließend Deutsch. Péter Gulácsi, Emil Forsberg, Yussuf Poulsen und Kyriakos Papadopoulos sprechen nahezu perfektes Deutsch.

Hausaufgaben für Naby Keita, Oliver Burke und Bernardo

Übrig bleiben Oliver Burke, Naby Keita und Bernardo. Je nach Stand ist für die Profis also Nachhilfe angesagt, zwischen zwei und fünf Mal die Woche. Bernardo spreche noch holprig, Keita verfüge über Basiswissen, Oliver Burke nur über die Fußballbegriffe, schreibt die SPORT BILD.

Zumindest für die Kommunikation auf dem Platz habe RB Leipzig daher eine DVD zusammengestellt, mit der das Spielvokabular leichter zu erlennen ist. Naby Keita habe damit noch so seine Probleme: „Deutsch ist wirklich hart. ‚Deckungsschatten‘ ist das schwierigste Wort.“ Gut, dass er Fußball spielt und dazu keine Streichholzschächtelchen braucht.


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