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Idrissa Touré fix zum FC Schalke 04

Der glücklichste Moment von Idrissa Touré in seiner Zeit bei RB Leipzig: Einwechslung in der 2.Liga beim Spiel gegen 1860 München im März 2016. Foto: Imago.

Der glücklichste Moment von Idrissa Touré in seiner Zeit bei RB Leipzig: Einwechslung in der 2.Liga beim Spiel gegen 1860 München im März 2016. Foto: Imago.

Was schon vor einer Woche von der BILD als Gerücht verbreitet wurde, ist nun fix. Idrissa Touré wechselt mit sofortiger Wirkung zum FC Schalke 04. Zuvor hatte Eurosport bereits den Wechsel angekündigt. Bei Schalke 04 soll sich der 18-Jährige über die U23 des Vereins für das Bundesliga-Team empfehlen. Er erhält dort „eine zweite Chance“ und einen Vertrag bis 2018. Erst im letzten Sommer hatte der Mittelfeldmann einen Profivertrag bis 2021 bei RB Leipzig unterzeichnet.

Idrissa Touré Abgang Nummer 2 nach Vitaly Janelt

Damit ist der zweite von drei Nachwuchstalenten, die den Verein verlassen dürfen, unter der Haube. Zuvor war schon Vitaly Janelt leihweise zum VfL Bochum gewechselt. Zusammen mit Touré war er im vergangenen Herbst wegen Verfehlungen bei der deutschen U19-Nationalmannschaft und in der eigenen Akademie suspendiert und vom Spielbetrieb ausgeschlossen worden. Janelts Leihe dauert bis 2018. Der Zweitligist verfügt zudem über eine Kaufoption, wie Westline berichtete.

Gehen darf auch U19-Mann Renat Dadashov. Für den hatte der sportliche Leiter des Nachwuchses Achim Beierlorzer keine Zukunft mehr im Verein gesehen. Auch hier ist davon auszugehen, dass die Gründe dafür nicht primär in den sportlichen Potenzialen des Talents zu suchen sind.

Touré-Abgang als Schlag für die Nachwuchsarbeit von RB Leipzig

Mit Idrissa Touré wechselt der jüngste jemals bei RB Leipzig eingesetzte Spieler den Verein. 17 Jahre war er, als er vor zehn Monaten in der zweiten Liga gegen 1860 München kurz vor Schluss eingewechselt wurde. In dieser Einwechslung steckte auch die Hoffnung, dass die intensive Nachwuchsarbeit bei RB Leipzig auch mal Früchte abwirft.

Zehn Monate später haben diese Träume einen ordentlichen Dämpfer erhalten. Dass sich ein Talent aus dem Nachwuchsbereich bei den Profis konstant ins Rampenlicht spielt und vielleicht sogar durchsetzt, ist immer noch nicht abzusehen. Wobei mit Dominik Franke, Gino Fechner oder Kamil Wojtkowski auch in diesem Winter wieder Talente mit ins Trainingslager fuhren, denen man eine gute Profikarriere zutrauen kann.

Idrissa Touré seit 2015 bei RB Leipzig

Idrissa Touré wechselte 2015 aus dem Nachwuchs von Tennis Borussia Berlin nach Leipzig. Seitdem spielte er vornehmlich im U19-Bundesligateam von RB. Zu Buche steht neben einem Kurzeinsatz bei den Profis auch ein Spiel bei der U23 in der Regionalliga.

„Idi kommt extrem über seine Physis. Im Spiel gegen den Ball zeigt er eine enorme Wucht, aber auch eine Top-Einstellung. Bei eigenem Ballbesitz wird er sich noch weiterentwickeln müssen“, hatte Sportdirektor Ralf Rangnick das Talent noch vor einem Jahr gelobt.

Touré selbst sah auch noch Entwicklungsbedarf. „Physisch ist das bei den Profis etwas ganz anderes, da geht es viel härter zur Sache als im Nachwuchsfußball. Alles geht viel schneller, Tempo und Qualität sind höher. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran“, erklärte der Sechser während des Wintertrainingslagers im Januar 2016.