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FCA-Banner vergleicht Dortmunder Gewalt mit Todesfällen bei Red Bull

Es war klar, dass der Auftritt von RB Leipzig in Augsburg nicht unkommentiert blieb. Der FCA hatte angekündigt, sachliche Kritik auf Bannern zuzulassen.

FCA-Fans: DFL, RB und DFB „fahren Fußball an die Wand“

Nicht nur an den Verein richteten sich die Plakate, die Augsburger Anhänger gebastelt hatten. So nahm man den Ligaverband DFL und den Fußballverband DFB mit in die Verantwortung. Was damit genauer gemeint ist, wird man im Fanmagazin nachlesen müssen. Ein zweites Spruchband war ebenso unkonkret: „Dortmund hat es gezeigt. Medien & Bullenpisse sind eins“ Nach den eindeutigen Hassbotschaften der Fans von Borussia Dortmund gab es bis hierher also wenig Grund zur Beanstandung.

Augsburger Fans verknüpfen Dortmunder Gewalt mit Todesfällen bei Red Bull

Etwas heikler war die Anspielung auf eine TV-Doku über Red Bull. Dem Unternehmen wurde nicht zum ersten Mal vorgeworfen, mit seinen Marketingaktivitäten im Extremsportbereich das Leben der Sportler zu gefährden. So war auch auf einem Banner zu lesen: „Red Bull hat mehr tote Sportler auf dem Gewissen, als die Dortmunder Steine schmissen.“

Das Plakat mit der Anspielung auf Todesfälle beim Red Bull Marketing. Foto: imago

Das Plakat mit der Anspielung auf Todesfälle beim Red Bull Marketing. Foto: imago

Das riecht ein wenig nach Rechtfertigung der Gewaltszenen in Dortmund und verknüpft vor allem in einer Hinsicht zwei völlig verschiedene paar Schuhe: die Opfer der Attacken von BVB-Fans waren Anhänger von RB, die nichts weiter vor hatten, als den Bundesligisten ihrer Wahl zu unterstützen. Dennoch wird man wohl keine DFB-Ermittlungen wegen Beleidigung befürchten müssen.

Banner-Kontrolle stößt auf Widerspruch

Die Kontrolle der Banner stieß in der Fanszene im Vorfeld auf Kopfschütteln. So brachten die Augsburger Ultras zum Ausdruck, der Verein verrate die Werte der FCA-Familie. Gemeinsam mit dem DFB sei man sich einer Entwicklung nicht bewusst, an deren Ende eine harte Landung warte.

 


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