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Heiko Scholz: RB-Jungs aus U23 passen zu Lok Leipzig

Heiko Scholz kann sich RB-Spieler bei Lok Leipzig vorstellen. Foto: imago

Heiko Scholz kann sich RB-Spieler bei Lok Leipzig vorstellen. Foto: imago

Am Sonntag treffen RB Leipzig und Lok Leipzig das vorerst letzte Mal aufeinander. Die Reserve des Bundesligateams empfängt in der Regionalliga Nordost die Mannschaft aus Probstheida zum Rückspiel. Die beiden Trainer Robert Klauß und Heiko Scholz sprachen mit der LVZ über das Duell und mögliche Spielerwechsel.

Heiko Scholz beeindruckt vom RB-Nachwuchszentrum

Dabei zeigte sich Heiko Scholz beeindruckt von den Möglichkeiten des finanzkräftigen Bundesligisten RB Leipzig. Robert Klauß habe ihm schon mal das Trainingszentrum gezeigt. „Ich war ja einiges gewohnt von Bayer Leverkusen, aber die RB-Akademie ist schon wieder auf ganz anderem Niveau, gigantisch, professionell“, sagte Heiko Scholz über den Besuch.

Spielerkarrieren der beiden Trainer

Der 19 Jahre jüngere RB-Trainer hatte Heiko Scholz 93/94 spielen sehen, als der noch mit Bayer Leverkusen bei Dynamo Dresden zu Gast war. Allerdings hatte der wohl keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, Klauß konnte sich zumindest nicht an dessen Qualitäten erinnern.

Auch mit seinen eigenen Amibitionen hat sich Robert Klauß nicht in der Bundesliga gesehen. Aber um sein Studium zu finanzieren, habe er nebenbei sowohl in Taucha, als auch in der U23 bei RB Leipzig gespielt. Sogar beim allerersten Training der Mannschaft 2009 war er dabei – „auf Kunstrasen in Markranstädt. Ich habe sogar ein Spiel für die erste Mannschaft in der Oberliga gemacht.“

RB Leipzig als Glücksfall

Für den jetzigen Trainer der Reserve war RB Leipzig ein Glücksfall. Gegen Ende des Studiums hatte der gebürtige Eberswalder überlegt, die Stadt zu wechseln. Dann kam Red Bull in die Stadt und Klauß im Verein unter. Wenn die Reserve am Ende der Saison aufgelöst wird, wird er wohl wieder U17-Trainer und sich zum DFB-Fußballlehrer qualifizieren.

U23 verkrampft durch zu viele Scouts

Das Aus für die U23 war Auslöser für Kritik von Wacker Nordhausens Nico Kleofas, der Wettbewerbsverzerrung witterte. Robert Klauß bestätigte die Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Nicht wie vermutet ließen die Spieler die Köpfe hängen. Stattdessen bringe die neue Karriereplanung Druck von außen ins Spiel. „Gegen Nordhausen war die Tribüne voller Scouts, da waren die Jungs etwas fest. Mit 19 Jahren verkrampfst du schnell, wenn du deine beste Leistung abrufen willst. An die Situation gewöhnen sich die Jungs jetzt, das spielt sich ein. “

Rückzug der Reserve richtige Entscheidung

Die Entscheidung des Rückzugs sieht Robert Klauß im Nachhein als richtig an, auch wenn er seine jetzige Mannschaft dadurch los sein wird. „Emotional tut’s mir weh, rational kann ich es verstehen. Bevor ich Trainer der Mannschaft wurde, habe ich das Modell U23 selbst kritisch gesehen. Dann habe ich mich emotional voll in die Arbeit reingekniet. Rational haben wir jetzt die richtige Entscheidung getroffen.“

Heiko Scholz: RB-Jungs der U23 zu Lok Leipzig

Nun kann sich auch Heiko Scholz Hoffnung machen, von der Auflösung zu profitieren. Er kann sich gut vorstellen, die bei RB aus- und weitergebildeten Jungprofis bei Lok Leipzig zu begrüßen. „Im Jahrgang 97 haben wir viele Spieler aus der Region, einige mit Lok-Vergangenheit. Die Jungs haben einen Bezug, da würden viele reinpassen.“