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Timo Werner vor interessanter Reise nach Gelsenkirchen

Die Schwalbe, die für Aufsehen sorgte: Ralf Fährmann zieht zurück, Timo Werner ist bereits im Fallen. Foto: imago

Die Schwalbe, die für Aufsehen sorgte: Ralf Fährmann zieht zurück, Timo Werner ist bereits im Fallen. Foto: imago

Wenn Schalke 04 und RB Leipzig am Sonntag in der Bundesliga aufeinandertreffen, geht es für beide Mannschaften durchaus um viel. Schalke ist mit 37 Punkten noch nicht endgültig raus aus dem Abstiegskampf, schielt aber auch auf die nur drei oder vier Punkte entfernten Europa-League-Plätze. Leipzig will möglichst schnell die zwei Siege erringen, die noch für die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League fehlen.

Es werde zwar nicht einfach, aber „wir wollen da hin fahren und gewinnen“, bekennt entsprechend Trainer Ralph Hasenhüttl. Zu Beginn der Trainingswoche verzeichnete er dabei keinerlei Personalprobleme. Nur Lukas Klostermann wird nach Kreuzbandriss weiterhin in Ruhe an die Mannschaft herangeführt.

Erstes Spiel gegen Schalke für Timo Werner nach Schwalbe

Mit dabei beim Training war gestern auch Timo Werner. Der noch mal eine besondere Note in die Partie zwischen Schalke und RB Leipzig bringt. Im Hinspiel hatte der Stürmer direkt nach dem Anpfiff durch eine Schwalbe einen Elfmeter herausgeholt und die 1:0-Führung durch Elfmeter erzielt. Nach der Aktion musste er sich in einigen Spielen Schmähgesänge gegnerischer Fans anhören.

Auch und gerade auf Schalke dürfte die Stimmung gegenüber Timo Werner eher hitzig werden. Trainer Ralph Hasenhüttl ficht das nicht an. „Mit Jubelstürmen sind wir noch nirgends empfangen worden, dementsprechend wird das sicher auch auf Schalke nicht so sein. Aber ich hatte auch noch nie das Gefühl, dass uns das daran gehindert hätte, eine gute Leistung zu bringen“, sieht er die Dinge gelassen.

Auch für Timo Werner werde das Spiel laut Hasenhüttl „ein ganz normales Spiel wie jedes andere“. Alle würden sich der Herausforderung Schalke stellen und das wichtigste sei sowieso, dass man den Stürmer im Team habe und er Tore schießen kann.

Timo Werner sieht Fehler ein – keine Interviews vor Schalke-Spiel

Werner selbst wird sich in dieser Woche vor dem Spiel auf Schalke nicht in Interviews zu Wort melden. Zu groß wäre die Aufmerksamkeit und zu groß der Fokus auf die Aktion im Hinspiel.

Zu der hatte sich der 21-Jährige in den letzten Wochen und Monaten auf Nachfrage immer mal wieder geäußert. Dabei war sein Tenor, dass ihm die Schwalbe leid tut, er einen Fehler gemacht hat, aber die Sache inzwischen auch abgehakt sei. „Weiter geht’s im Leben“, so zitiert ihn die Mitteldeutsche Zeitung nun. Dort äußert er auch Verständnis für Schalke-Fans, die sich über die Werner-Schwalbe besonders geärgert haben und noch ärgern.

Fünfte gelbe Karte verpasst

Ein Möglichkeit, sich die Aufregung auf Schalke zu ersparen, hätte darin bestanden, sich im Spiel gegen Freiburg die fünfte gelbe Karte abzuholen. Dann wäre Timo Werner am Wochenende gesperrt gewesen. Darauf speziell hingearbeitet hat man bei RB Leipzig aber nicht. „Wenn er sie gekriegt hätte, dann wäre es passiert, aber ich wollte nicht, dass er sie sich abholt“, erklärt Sportdirektor Ralf Rangnick in der Mitteldeutschen Zeitung.

Wie Ralph Hasenhüttl ist auch Rangnick nun froh, dass man den Stürmer auch in Gelsenkirchen einsetzen kann. Weil dadurch die Erfolgschancen steigen. „Wenn Timo so auftritt wie gegen Freiburg, dann hat er auch auf Schalke die Möglichkeit, Zählbares zu erreichen.“ Wenn er denn die Reaktionen der Schalke-Fans ausblenden kann..