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Robert Klauß hat Verständnis für Ende der RB-U23

Robert Klauß trauert der Abmeldung der U23 von RB Leipzig nicht nach und betreut künftig die U17. (Foto: Imago)

Robert Klauß trauert der Abmeldung der U23 von RB Leipzig nicht nach und betreut künftig die U17. (Foto: Imago)

Robert Klauß hat Verständnis für die Entscheidung geäußert, dass RB Leipzig die U23 vom Spielbetrieb abmeldet. „Rational ist es der richtige Schritt, daher habe ich es leicht verarbeiten können“, erklärt er im Interview mit dem MDR.

Allerdings sei die Entscheidung für ihn „extrem überraschend“ gekommen. Nach zweitägigem Nachdenken habe er es allerdings als „logischen Schritt“ gesehen.

Neue Erwartungen an die Nachwuchsausbildung – Spieler geschockt

Das liege daran, dass die hohen Anforderungen der Profiabteilung auch zu anderen Erwartungen an die Nachwuchsabteilung führen. „Wir müssen einfach noch viel mehr hochtalentierte Jungs haben, die vielleicht schon im B-Junioren-Bereich bei den Profis mittrainieren könnten. Wir müssen die Jungs mehr und zeitiger fordern“, zeigt er sich übzeugt, dass die stärkere Verzahnung des Nachwuchsbereiches unterhalb der U23 mit den Profis der richtige Weg ist.

Seine Spieler seien von der Entscheidung, die U23 aufzulösen, „komplett geschockt“ gewesen, gibt Robert Klauß aber auch zu. „Es hat sie richtig kalt erwischt. Sie haben die Entscheidung aber auch schnell angenommen, weil sie sich gesagt haben, dass sich für sie nichts ändert. Sie wollen ja auch nicht ewig vierte Liga sondern höher spielen. Also haben sie sich gesagt: ‚Ok, dann müssen wir uns präsentieren‘.“

U23 von RB Leipzig mit sehr guter Saison in der Regionalliga

Präsentiert hat sich das Team tatsächlich gut in den letzten Wochen und Monaten. In der Regionalliga erreichte die U23 von RB Leipzig einen sehr guten dritten Platz. Im letzten Spiel der Saison schlug man noch einmal den Berliner AK mit 2:1. Federico Palacios wurde mit seinem 22.Treffer auch Torschützenkönig.

Das führt nun dazu, dass Palacios kommende Saison dauerhaft zum Profikader gehören wird, wie Ralf Rangnick gestern bekanntgab. Auch bei anderen Spielern der U23 ist die Zukunft schon geklärt. Vier von ihnen wechseln in die dritte Liga. Sören Reddemann geht zum SV Wehen Wiesbaden. Alexander Siebeck schließt sich dem Karlsruher SC an. Und Anthony Barylla und Fridolin Wagner kicken künftig beim FSV Zwickau. Ken Gipson wird wahrscheinlich einen Zweitligisten als neuen Verein präsentieren.

Auch Leihgeschäfte sind laut Robert Klauß noch denkbar bei Spielern, „für die wir bei uns eine Perspektive sehen“. Dominik Franke sei zum Beispiel ein Spieler, der hinsichtlich einer Bundesliga-Karriere „die größten Chancen“ hat.

Fridolin Wagner: Auflösung der U23 als Chance

Fridolin Wagner kann derweil mit dem Wechsel zum FSV Zwickau und dem Ende der U23 von RB Leipzig gut leben. Es gebe bei so einer Entscheidung immer „mehrere Aspekte“, erklärt er im Interview mit dem Kreuzer. Nicht für alle Spieler wäre der Sprung zum Erstligateam von RB möglich gewesen. Die Auflösung der U23 biete entsprechend auch die Chance, in höheren Ligen als der Regionalliga zum Einsatz zu kommen.

„Ich glaube, dass es für den größten Teil der Mannschaft viele positive Auswirkungen hat. Fast alle Spieler werden in die 2. oder 3. Liga wechseln und können sich dann wieder für höhere Aufgaben empfehlen, und RB hat irgendwie auch sein Nachwuchsziel erreicht – Spieler in die höheren Ligen zu bringen. Vielleicht wird ja in drei Jahren ein Spieler, der jetzt zu einem neuen Verein geht, irgendwo in der Bundesliga zu sehen sein, wer weiß“, sieht es der 19-Jährige, der zwei Jahre lang in der U23 spielte, entspannt.