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Tillich über RB-Sponsoring: „Schande für die deutsche Großindustrie“

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (rechts vorn) mit Schal von RB Leipzig in der Red Bull Arena. (Foto: Imago)

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (rechts vorn) mit Schal von RB Leipzig in der Red Bull Arena. (Foto: Imago)

Stanislaw Tillich hat sich sicherlich über den großen Erfolg von RB Leipzig in der ersten Bundesligasaison gefreut. Für Sachsens Ministerpräsidenten hat der aber auch einen faden Beigeschmack.

Wer unterstützt den Ostfußball?

Gegenüber MDR aktuell beklagte er, dass deutsche Großunternehmen den Osten benachteiligten. So seien Entlassung und Schließungen von sächsischen Standorten einfacher durchsetzbar. Darunter litten auch die Förderung von Kultur und Sport. Daher bekam die deutsche Großindustrie einen Seitenhieb ab, weil es kein hiesiges Unternehmen war, dass wieder Bundesligafußball in die neuen Bundesländer brachte. „Es ist schon eine Schande für die deutsche Großindustrie, dass sie sich anderswo überall beteiligen will, an einem ostdeutschen Fußballverein aber nicht, und dass es dafür einen österreichischen Unternehmer braucht“, so Tillich.

Tillich wünscht sich mehr deutsche Investoren

Red-Bull-Firmenchef Dietrich Mateschitz sei man in Sachsen daher sehr dankbar. Aber in Zukunft sollen auch wieder innerhalb von Deutschland größere Summen in den ostdeutschen Fußball fließen. „Ich wünschte mir, dass es vielleicht andere Investoren gibt. Wenn es eben keine deutschen Unternehmen sind, dann eben andere Investoren. Denn ich habe nicht einen Fußballverein erlebt, der ohne großes Sponsoring von großen Unternehmen auskommt.“