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RainbowBulls Leipzig: erster schwul-lesbischer Fanclub gegründet

In Leipzig setzen sich Fanclubs schon länger gegen Ausgrenzung ein. Die sexuelle Orientierung wird nun auch von einem eigens gegründeten Fanclub thematisiert.

Queer Football Fanclubs sorgen sich um Anfeindungen bei WM in Russland

Vor genau 10 Jahren wurde die „Leipziger Erklärung“ des DFB-Fankongress veröffentlicht, in der die Eckpfeiler einer Strategie gegen Diskriminierung festgehalten wurden. Vor allem im Vorfeld der Fußball-WM in Russland sorgt man sich bei den Queer Football Fanclubs (QFF) um homophobe Anfeindungen. Denn in Osteuropa sind diese noch viel weit verbreiteter als in den Bundesländern der ehemaligen DDR. Bundesweit gibt es zwar viele solcher Vereine, die sich auch in den Fußballstadien gegen die Diskriminierung von Minderheiten einsetzen.

Kaum homosexuelle Fanclubs im Osten

Die im QFF organisierten Vereine kommen ausschließlich aus Westdeutschland, denn im ostdeutschen Profifußball gab es lange keine einzige solcher Organisationen. Es erfordere vergleichsweise mehr Mut, sich beispielsweise als Fan von Dynamo Dresden sexuell zu outen, berichtete vor rund eineinhalb Jahren die Welt. Die ungleiche Verteilung liege aber auch an der geringeren Bekanntheit des QFF im Osten. Die RainbowBulls Leipzig sind der der erste schwul-lesbische Fanclub in Leipzig und zählt sieben Gründungsmitglieder.

„All Colors Are Beautiful“-Regenbogen-Choreo der RB-Fans

Einen großen Regenbogen hatte die Leipziger Kurve allerdings schon beim Spiel gegen Bayer Leverkusen zustande gebracht. Die Anhänger des Werksclubs hatten im Hinspiel nach dem Wurf eines Farbbeutels auf den Leipziger Mannschaftsbus noch „Willkommen in der Farbenstadt“ getitelt. Bei der zweiten Begegnung in Leipzig wurden sie dann von der Choreo „All colors are beautiful“ begrüßt. Das Kürzel ACAB („All Cops are Bastards“) wurde dabei gegen Diskriminierung uminterpretiert.


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