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Oliver Burke is back: „Ich möchte spielen!“

Oliver Burke packt an - und will sich bei RB Leipzig durchsetzen. Foto: imago

Oliver Burke packt an – und will sich bei RB Leipzig durchsetzen. Foto: imago

Oliver Burke ist bei RB Leipzig ins Training eingestiegen. Der Mitteldeutschen Zeitung verriet er, wie er in der ersten Saison in der Champions League zu Einsatzzeiten kommen will.

Als man den jungen Schotten letzte Saison zu RB Leipzig lotste, sprach man von einer „Naturgewalt“ und meinte damit seine Schnelligkeit. Dann zeichnete sich ab, dass es bei Oliver Burke noch etwas dauert, die „Festplatte“ zu beschreiben. Schlussendlich brachte er nach seinem Tor in Köln und der Vorlage zum 1:0-Sieg gegen Borussia Dortmund keine Rolle mehr bei Ralph Hasenhüttl. Das soll sich jetzt ändern.

„Endlich Zuhause“ – Burkes Rückkehr nach Leipzig

Eine wichtige Rolle spielt seine Familie, die er jetzt in Leipzig um sich weiß. Mit Mutter, Stiefvater, Schwester, Freundin und Hund lebt er nun unter einem Dach. Seine Rückkehr nach Leipzig war deswegen für den Schotten eine Heimkehr. Eine herbeigesehnte, denn der Urlaub dauerte auch ihm irgendwann zu lang. „Die erste Zeit war’s okay, ich war in Griechenland, der Schweiz und Dubai – hat Spaß gemacht. Nach vier, fünf Wochen aber habe ich schon gedacht: Okay, jetzt kann’s auch wieder losgehen.“ Denn Oliver Burke ist heiß, sich zu beweisen.

Gibt Ralph Hasenhüttl ihn die nötige Spielpraxis?

Die letzte Saison war nicht einfach für den Mann, der für 15 Millionen Euro von Nottingham Forrest kam. Zuschauen zu müssen, wie die Kollegen spielen, sei eine ziemlich unangenehme Sache. „Aber ich bin auch nicht naiv, so ist der Fußball, durch solche Zeiten muss man durch. Und ich habe auch kein Problem damit“, so Burke. Jetzt braucht er Einsätze. Ohne Erwartungen an seinen Trainer zu richten. „Ich weiß, dass ich immer noch in der Lernphase bin. Ich bin erst 20. Ich sage nur, ich brauche für meine Entwicklung jetzt Spielpraxis. Das gilt für alle Fußballer in meinem Alter.“

Oliver Burke im Wettkampf mit Sabitzer und Bruma

Dazu will er sich gegen Marcel Sabitzer auf dem Flügel durchsetzen, wenngleich er auch für jede andere Offensivposition offen wäre. Arbeiten müsse er dafür nach wie vor an seinem Positionsspiel in der Rückwärtsbewegung. „Ich hatte in Nottingham eine eher fixe Rolle, konnte meine Position oft halten und auf Konter lauern. Hier sind die Positionen und die Rollen viel fließender.“

Burke darf RB Leipzig bei entsprechendem Angebot verlassen

Das Spiel in Leipzig mache ihn daher zwar kompletter, aber „andere Spieler haben da definitiv einen Erfahrungsvorsprung.“ Wie Marcel Sabitzer. Nur hat der österreichische Stammspieler auf dem rechten Flügel mit Bruma zusätzlich neue Konkurrenz aus Istanbul bekommen. Weiter vorne ersetzt Jean-Kevin Augustin den eher klassischen Mittelstürmer Davie Selke. Oliver Burke wird sich also ranhalten müssen, wenn es diese Saison besser laufen soll. Die Tür zu einem Absprung hat ihm Ralf Rangnick zumindest halb aufgestoßen, aber der Schotte ist entschlossen. „Ich bin auf RB fokussiert. Und wenn es hier in Leipzig klappt, wäre das fantastisch.“