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Yvon Mvogo: „Im Fußball gibt es keine Garantien!“

Yvon Mvogo in Seefeld. Foto: RBlive

Yvon Mvogo, im Sommer vom BSC Young Boys Bern verpflichteter Torhüter des Bundesligisten RB Leipzig, hat im Trainingslager in Seefeld den Kampf um die Position des Startelfkeepers für die neue Saison eröffnet. Allerdings mit der ihm wichtig erscheinenden Zurückhaltung. Der 23-Jährige sagte zum Duell mit dem bisherigen Stammkeeper Peter Gulacsi: „Es gibt im Fußball keine Stammplatzgarantien. Ich möchte so viele Spiele wie möglich machen.“

Mvogo war der erste Zugang des Sommers, er wurde kurz nach Ende der Bundesliga-Saison verpflichtet und erhielt einen Vertrag bis 2021. Motiv von RB war es, Peter Gulacsi größere Herausforderer vor die Nase zu setzen als das in der vorigen Saison mit Marius Müller und Altkeeper Fabio Coltorti der Fall war. Mvogo war seit 2009 Schweizer Nachwuchsnationalspieler und stand für den BSC seit 2013 in der Super League zwischen den Pfosten.

Die Katze liebt die Herausforderung

Mvogo kam als Sechsjähriger zusammen mit seiner Mutter und Schwester aus Kamerun ins schweizerische Fribourg. Er spricht französisch, deutsch, englisch und portugiesisch. In Seefeld teilt er sich ein Zimmer mit Zugang Jean-Kevin Augustin, an seinem Spiegel im Teamhotel hängt als Motivationssprüchlein: „Yvon seeks and loves the challenge!“ (zu deutsch: „Yvon sucht und liebt die Herausforderung!“)

Bis Mvogo zehn war, spielte er auf dem Bolzplatz als Stürmer. Auf Drängen seiner Kumpels ging er ins Tor. Und schaffte in dieser Rolle den Sprung in den Nachwuchs des FC Marly und FC Fribourg eher er zum BSC wechselte und sich dort den Spitznamen der „schwarzen Katze“ bzw. des „schwarzen Panthers“ erwarb.

Anspruch und Entwicklung

Mvogo gilt als fußfertiger Schlußmann, der schon beim BSC „hoch gespielt hat und am Spielaufbau beteiligt war“. Also müsse er sich nicht groß umstellen. Das Angebot von RB hat er angenommen, um „hier den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen.“ Die Bedingungen beim Vorjahresaufsteiger findet er deluxe, die Mitspieler „cool und gut drauf“, er erhebt keinerlei Ansprüche auf den Platz im Tor, will Gulacsi aber herausfordern.

Er freut sich auf Spiele in der Bundesliga, am meisten auf die „immer vollen Stadien“, ebenso auf die Champions League, „vor allem auf Spiele vielleicht gegen Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United – das wäre ein Traum.“ Ansonsten will er sich hauptsächlich entwickeln. „Das ist eine neue Herausforderung.“ Alles weitere werde man sehen. Bis dato hat Mvogo noch keine Minute für RB gespielt, erhofft sich aber in den kommenden Tests „Einsatzminuten. Meine Chance wird kommen und dann werde ich sie nutzen.“