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Sportfreunde Dorfmerkingen wollen nicht zweistellig verlieren

Bei den Sportfreunden Dorfmerkingen sieht man die sportliche Situation vor dem Spiel gegen RB Leipzig realistisch. Mit einem Weiterkommen rechnet niemand. Schadensbegrenzung steht im Vordergrund.

Christian Zech möchte keine Premiere erleben

So erklärt Torhüter Christian Zech in der Mitteldeutschen Zeitung. „Ich habe noch nie zweistellig verloren. Und ich möchte, dass das auch so bleibt. Zehn Stück oder mehr zu kriegen, wäre bitter.“

Dabei wolle man sich das Ergebnis aber auch nicht ermauern. „Wir wollen beweisen, dass wir auch über andere Mittel verfügen, als nur die Bälle lang nach vorn zu schlagen. Wir wollen zeigen, dass auch im Amateurfußball guter Fußball geboten wird.“

Rückkehr für Dominik Kaiser und Ralph Hasenhüttl

Dabei könnte Zech auch auf Dominik Kaiser treffen. Beide spielten zusammen vor neun Jahren bei Normannia Gmünd. Dass Kaiser nur deswegen beim Spiel in seiner Heimat aufgestellt wird, glaubt er nicht. „Ich würde es mir natürlich wünschen, vor der eigenen Haustür zu spielen. Aber der Trainer wird sicher nicht nach diesem Kriterium aufstellen.“

Auch für Ralph Hasenhüttl ist die Partie die Rückkehr in eine Art Heimat. Denn mit dem VfR Aalen stieg er einst in die zweite Liga auf und machte sich einen Namen im deutschen Profifußball. „Das war für mich der wichtigste Schritt als Trainer.” Entsprechend sei er mit der Stadt „emotional verbunden“ und werde die Rückkehr nach Aalen für das Spiel gegen Dorfmerkingen „für mich ein besonderer Moment“.

Fabian Weiß einst Schützling von Ralph Hasenhüttl

Dabei trifft er auch auf Dorfmerkingens Stürmer Fabian Weiß. Der schoss die Sportfreunde Dorfmerkingen mit seinen Toren in den DFB-Pokal und trainierte einst in Aalen unter Ralph Hasenhüttl. „Ich bin früher super mit ihm ausgekommen und konnte gut mit ihm zusammenarbeiten. Es wirkt, als wäre er so ein super Typ geblieben“, erklärt der 25-Jährige in der LVZ.

Wie Christian Zech ist er für das Spiel gegen RB Leipzig eher vorsichtig. „Wir werden alles reinschmeißen, damit wir auch ein oder zwei Torchancen kriegen. Wir hoffen, dass es nicht zweistellig wird. Unser Motto ist Kämpfen bis zum Umfallen.“

Kleine Hoffnung bei Helmut Dietterle

Dorfmerkingen-Coach Helmut Dietterle freut sich derweil auf den Champions-League-Teilnehmer. „Ihr Vollgasfußball, ihr Tempo- und Umschaltspiel, das ist eine große Bereicherung für den deutschen Fußball. Und das macht es für uns umso schöner, gegen so einen Gegner antreten zu dürfen.“

Und ganz chancenlos will er sein Team dann doch nicht sehen. „Ich müsste sofort als Trainer aufhören, wenn ich nicht einen kleinen Funken Hoffnung hätte, aber der ist in diesem Fall sehr, sehr klein“ erklärt er. Im Kern wünsche er sich aber „einfach, dass nach dem Spiel alle zufrieden nach Hause gehen.“


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