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Oliver Mintzlaff für Null-Toleranz-Strategie

Oliver Mintzlaff

RB Leipzigs Boss Oliver Mintzlaff (Foto: imago).

Mit scharfen Worten hat sich Oliver Mintzlaff gegen Gewalt im Fußballstadion gewandt. Im Interview mit BILD fordert er eine „Null-Toleranz-Strategie. Es müssen harte Strafen gegen die Täter ausgesprochen werden. Gewalttäter sollten nie mehr ins Stadion dürfen.“ Es könne nicht sein, dass 1.700 Polizisten wie bei der Partie zwischen Hansa Rostock und Hertha ein Fußballspiel absichern müssen.

Oliver Mintzlaff hat klare Vorstellungen von RB-Ultras

„Wir wollen ein Stadion ohne Gewalt, in dem man Fußballfeste feiert. Da ist mir eine Familie im Stadion lieber als zehn gewaltbereite Idioten im Fanblock“, legt er nach und sieht seinen Verein da auf dem richtigen Weg.

Man akzeptiere zwar Ultras, „aber mit klaren Grenzen“. Jenseits der Grenzen würden „Gewalt und Pyro-Technik“ liegen. RB-Ultras zeichnen sich dadurch aus, dass sie „Choreographien vorbereiten“ und mit dem Verein „das Wesentliche abstimmen“.

Dialog mit Grenzen

Angebote wie die des DFB, mit Fanvertretern in den Dialog zu treten, sieht Oliver Mintzlaff positiv. Wenn die Grenzen nicht in Frage stehen. „Es muss ganz klar sein, dass die Grundwerte nicht zur Diskussion stehen: keine Toleranz gegenüber Gewalt und jeglicher Art von Gefährdung der Zuschauer.“

Dabei sieht er auch manche „Kollegen“ aus dem Fußball kritisch. Es habe da in der Vergangenheit durchaus „populistische“ Aussagen gegeben. Auch sich selbst reflektiere man diesbezüglich. Es dürfe nicht sein, dass „Wortgefechte“ zwischen Vereinsverantwortlichen „als Legitimierung für die Chaoten gelten“.