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Löw fordert mehr Respekt für Timo Werner

Bundestrainer Joachim Löw hat nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien (2:1) die rechten Parolen einer Gruppe deutscher Fans aufs Schärfste verurteilt und ebenso gefordert, dass die Schmähungen von RB Leipzigs Stürmer Timo Werner aufhören sollen.

Einige deutsche Fans hatten vorigen Freitag während der Partie der DFB-Elf in Prag rechte Parolen gegrölt und zum wiederholten Male auch den Kader-Neuling Werner auf die seit seiner Schwalbe vor gut einem Dreivierteljahr im Spiel gegen Schalke gängige Arten verunglimpft. Löw positionierte sich am Sonntag vor dem kommenden Spiel in Stuttgart gegen Norwegen (Montag, 20.45 Uhr)  mit scharfem Protest dagegen. Er sagte zu den Nazi-Gesten und Gesängen: „Ich bin voller Wut und sehr, sehr angefressen über das, was passiert ist. Dass einige sogenannte Fans die Bühne des Fußballs und eines Länderspiels benutzen, um mit ihren oberpeinlichen Auftreten viel Schande über unser Land zu bringen.“

Löw: „Zu tiefst verachtenswert“

Löw führte weiter aus: „Wenn wir das Trikot anziehen und ins Ausland gehen, ist es für uns immer eine wichtige Prämisse, dass wir unser Land würdig vertreten, dass wir für Werte stehen wie ein respektvolles und tolerantes Deutschland. Diese Chaoten beschädigen dieses Bild. Das ist unterste Schublade und zutiefst verachtenswert.“

Der DFB-Coach äußerte sich ebenso zu den Gesängen des von ihm als einzigem gelobten Spielers aus der Partie gegen Tschechien, in der er dem jungen Stürmer von RB Leipzigs attestierte, seine Vorgaben hervorrragend umgesetzt zu haben. „Er hat mal einen Fehler gemacht und ihn eingestanden, er hat eine unglaublich professionelle Einstellung und spielt mit größter Freude für sein Land.“ Werner habe beim Confed Cup überzeugt und in bislang sieben Länderspielen vier Tore erzielt. Schmähungen seien „absolut nicht angebracht“, sagte Löw.

Löw fordert Respekt für Werner und Rüdiger

Da das kommende Spieln ausgerechnet in Stuttgart stattfindet, wo Werner aufgewachsen ist und seine Profikarriere beim VfB begann, eher er Sommer 2016 nach Leipzig wechselte, erbat sich Löw einen respektvollen Umgang mit dem 21-Jährigen. Wohl ahnend, dass der Empfang ähnlich wie beim früheren VfB-Profi Antonio Rüdiger, der ebenfalls unter Löw für den DFB spielt, kühl bis spöttisch ausfallen könnte. „Sie sind Teil der deutschen Nationalmannschaft. Wir sind amtierender Weltmeister“, sagte der Bundestrainer.


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