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UEFA erkennt Zahlungen von Red Bull teilweise nicht an

Unbestritten ist Red Bull der wichtigste Geldgeber von RB Leipzig. Für die UEFA stellte sich deswegen im Sommer die Frage, ob mit Salzburg ein zweiter Verein so abhängig von Red Bull ist, dass er als unter Einfluss der Firma stehend gelten kann. Nun werden offenbar die Sponsoring-Zahlungen von Red Bull nach Leipzig zum Problem.

Erkennt UEFA nur Teile der Red-Bull-Zahlungen als Sponsoring an?

Denn wie die Sportbild (Print) berichtet, hat die UEFA die Angaben, die RB Leipzig gemacht hat, nicht akzeptiert. Demnach erkennt der Verband nur 50% der angegebenen Geldzahlungen durch Red Bull als Sponsoring an. Dasselbe soll in früheren Jahren auch beim VfL Wolfsburg der Fall gewesen sein. Wie hoch die Geldzahlungen von Red Bull an den Leipziger Fußballklub sind, die von der UEFA anerkannt werden, bleibt unklar.

Hintergrund ist, dass die Zahlungen eines Sponsors an einen Verein marktüblich und durch einen Werbegegenwert gedeckt sein müssen. Unklar ist auch, wie hoch die Summen sind, die die UEFA als durch einen Werbegegenwert gedeckt ansieht. Beim VfL Wolfsburg war man bisher davon ausgegangen, dass VW bis zu 100 Millionen Euro in den VfL stecken kann, ohne dass die UEFA auf den Plan gerufen wird.

Marktübliches Sponsoring als Teil von Financial Fairplay

Bei der Frage nach der Höhe des Sponsorings geht es um die Einhaltung der Financial-Fairplay-Regel. Alle Gelder, die oberhalb des von der UEFA akzeptierten, marktüblichen Sponsorings liegen, werden vom Verband als Investorenzahlungen gewertet. Mit solchen Zahlungen dürfen allerdings über drei Spielzeiten lediglich Verluste von bis zu 30 Millionen Euro ausgeglichen werden.

Schon zu Zweitligazeiten hatte Red Bull in Leipzig ungefähr 40 Millionen Euro an Sponsorengeldern pro Jahr gezahlt. Diese Summe dürfte in der Bundesliga noch mal deutlich aufgestockt worden sein. Auskunft darüber werden allerdings erst entsprechende Bilanzen geben. Als GmbH muss RB Leipzig Anfang 2018 die Bilanz für das Jahr 2016 vorlegen.


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