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Hasenhüttl erklärt Forsberg-Bluff und frotzelt gegen den HSV

RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl lässt sich selten in die Karten schauen. Das mag ohnehin kein Trainer. Freitagabend aber, im Hochgefühl des wichtigen 2:0-Sieges in Hamburg, ließ der Österreicher für einen Augenblick die Aversion fahren. Emil Forsberg stand nicht im Kader. Überraschend, niemand wusste etwas. Niemand? Hasenhüttl sagte: „Wir wussten es schon Donnerstagvormittag.“

Es hat das Spiel der Sachsen nicht groß in Mitleidenschaft gezogen, dass der Schwede fehlte. Sommerzugang Bruma ersetzte ihn blendend. Trotzdem ist Forsberg, vorige Saison mit 22 Vorlagen bester Scorer der Liga, ein Schlüsselspieler. Insofern, was war los?

„Er hatte erhöhte Entzündungswerte im Körper und sich nach dem Training am Mittwoch sehr schlapp gefühlt“, sagte Hasenhüttl. „Wir haben ihm dann verboten, das Trainingsgelände zu besuchen. Aber es hat keiner mitbekommen. Für uns ist es auch mal wichtig, Informationen zurückzuhalten, damit der Gegner nicht weiß, was auf ihn zukommt.“

Hasenhüttl: „Der HSV hat nur lang geschlagen.“

Geheimniskrämern gehört zum Geschäft. Allemal, wenn die Gegner andere sind als der HSV. Hasenhüttl war anzumerken, dass ihn die defensive Überfalltaktik des Gegners am Freitag wurmte. Gefragt nach den Qualitäten des kommenden Gegners in der Champions League sagte der 50-Jährige: „Monaco wird ein bisschen mehr Fußball spielen als der HSV es gemacht hat. Die Hamburger sind praktisch kein Risiko gegangen, die haben nur lang geschlagen und versucht, mit dem zweiten Ball durchzukommen.“

Welche Qualitäten das bei den Monegassen seien, sagte Hasenhüttl nicht. Konnte er nicht. Wie er gestand: „Ich kann noch nicht viel sagen, weil ich noch keine Sekunde von Monaco gesehen habe. Aber wir werden sofort damit beginnen.“ Hat er überlegt, sich selber ein Bild zu machen. „Ja kurz. Aber ich trainiere lieber mit meinen Jungs zu Hause. Und schau mir das Videomaterial an.“

Hasenhüttl über Kampl: „Kein Bruch im Spiel“

Interessant wird, was Hasenhüttl dabei sieht. Und wen er auf den Gegner loslassen will. Ein Kandidat: Zugang Kevin Kampl, der mit Bayer schon gegen Monaco gespielt hat, einmal remis 1:1, einmal siegreich 3:0. Gegen den HSV hat der RB-Coach den 20-Millionen-Mann schon mal angestestet, Kampl durfte in der 69. Minute aufs Feld.

Hasenhüttl war begeistert: „Kevin hat gleich gezeigt, dass er Qualität hat. Das war ein nahtloser Übergang. Ich habe vor dem Spiel kurz überlegt, ob ich ihn von Anfang an bringe. Aber ich glaube, so war es besser für Anfang eine halbe Stunde zu powern. Er weiß schon genau, was er machen muss, da ist kein Bruch im Spiel. Mit seiner Qualität am Ball hat er sehr viel Ruhe auch ins Spiel gebracht. Das ist es, was ich mir gewünscht habe von diesem Transfer.“ Na dann…


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