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Fangruppe von RB Leipzig ruft zur Demontage von AfD-Wahlplakaten auf

Auch bei RB Leipzig sind Fangruppen aktiv, die sich abseits des Rasens für gesellschaftliche und manchmal politische Themen einsetzen. Nun hat das Aktionsbündnis Rasenballsport gegen Rassismus öffentlich dazu ermuntert, rund um das Debüt in der Champions League Wahlplakate der AfD zu entfernen.

Politische Aktion vor AS Monaco in der Champions League

Am Mittwoch geht es für die meisten Fans um Fußball, wenn der AS Monaco in Leipzig gastiert. Einige haben aber auch eine Nebenagenda. So sollen im Umfeld des Stadions die Plakate der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland verschwinden, so wollen es die Initiatoren.

Wieviel Politik passt ins Stadion?

Dass das keineswegs erlaubt ist, ist klar. Die Sachbeschädigung erfüllt einen Straftatbestand und wird mit Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Haft bestraft. Allerdings nur, wenn überhaupt eine Anzeige erfolgt, was Parteien nicht unbedingt durchsetzen. Davon abgesehen belebt die Gruppe mit dem Aufruf auch die Diskussion, inwieweit Fußballfans den Sport für anderweitige Interessen einsetzen sollen, wie die Kommentare auf Facebook zeigen. RB Leipzig selbst hat in der Vergangenheit durchaus gezeigt, dass man nicht jede Botschaft auf Bannern im Block toleriert.

Nachdem aktive Fans auswärts Plakate mit politischen Aufschriften gezeigt hatten, hatte RB-Geschäftführer Oliver Mintzlaff im Frühjahr der Mitteldeutschen Zeitung gesagt: „RB Leipzig ist bekannt für seine vielfältige Fankultur und Meinungsfreiheit. Dennoch werden wir Banner mit politischen Aussagen im Stadion nicht genehmigen, dafür sind ein Stadion und Fußballspiel nicht gedacht.”


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