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Wie denkt Monaco über RB Leipzig? In Floskeln

Nett waren der portugiesische Trainer Leonardo Jardim und sein brasilianischer Innenverteidiger Jemerson, die beide für die AS Monaco arbeiten. Dienstag waren sie zur Antritts-PK vor dem Champions-League-Spiel gegen RB Leipzig in der Arena. Sie hatten lobende Worte für ihren Gegner parat. Der Coach sagte: „Wenn man Zweiter in der Bundesliga wird, muss man auf konstant hohem Niveau spielen.“ Jemerson sagte nichts.

RB Leipzig wer?

Immerhin: Er wurde auch nicht gefragt, weil auch die mitgereisten französischen Medienvertreter kein großes Interesse daran hatten, was die Monegassen über ihren Kontrahenten denken. RB, ein Vorjahresaufsteiger, vermutlich Überraschungszweiter, kennt die wer?

Die Medienrunde der Gäste hinterließ den deutlichen Eindruck, dass man als Favorit angereist kommt: amtierender französischer Meister, aktuell Zweiter nach vier Siegen und einer Pleite, diese allerdings empfangen am Sonntag gegen Nizza (0:4), und: im letzten Jahr Königsklassen-Halbfinalist. Jardim wollte auf den Umstand, dass noch keine Mannschaft aus der Ligue 1 in der fernen Vergangenheit jemals in Leipzig gewonnen hätte, auch nicht eingehen. Interessiere ihn nicht, sagte er: „Wir kommen hier morgen Abend her und wollen Fußball spielen. Das ist das, was für uns wichtig ist.“

Jardim: „Es wird ein sehr hartes Spiel für uns.“

Immerhin war der 43-Jährige so bescheiden, um zu erklären, er kenne RB seit zwei, drei Jahren – also aus den Jahren in der 2. Liga. „Die Mannschaft ist sehr jung, die sehr gewandt presst, die zwei sehr gute Stürmer hat. Sie schalten sehr schnell um.“ Timo Werner kenne er auch: „Aus der Bundesliga und der Nationalmannschaft. Er ist ein herausragender Spieler.“ Deshalb: „Es wird ein sehr hartes Spiel für uns.“

Natürlich wird es das, denn Jardim weiß am besten, dass er die Abgänge fünf seiner Stammspieler plus dem Ausfall von Mittelfeldmann Thomas Lemar weder bis morgen, noch auf die Schnelle wird kompensieren können. Die Kräfteverhältnisse in der Gruppe sieht er deshalb ausgeglichen: „Es gibt kein schwaches Team. Es gibt kein herausragendes Team. Die Gruppe ist sehr ausgeglichen. Jede Mannschaft kann jede andere besiegen. Das macht es zu einer großen Herausforderung für uns.“

Stimmt, pflichtete ihm Jemerson bei, artig klang’s: „Einige von außen sagen, dass wir der Favorit seien. Ich denke aber nicht, dass das stimmt. Die Gruppe ist sehr ausgeglichen.“


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