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Fanverband verzichtet auf Porto-Reise – Unklare Lage in der Türkei

Der Fanverband von RB Leipzig, in dem Teile der RB-Fanclubs organisiert sind, verzichtet auf die eigene Organisation einer gemeinsamen Reise zum Champions-League-Spiel beim FC Porto. Das erklärte man via Twitter.

RB Leipzig stellt Fanverband kein Kartenkontingent zur Verfügung

Zwar sei es gelungen, ein Paket mit Flug für 400 Euro für die Reise nach Porto zu schnüren. Allerdings könne man die Reise trotzdem nicht durchführen, weil RB Leipzig kein Kartenkontingent für die Reise zur Verfügung stellen wollte. Der Verein organisiert mit Partner Dertour selbst eine Flugreise für rund 500 Euro. Karten im freien Verkauf gibt es für die Partie Anfang November noch nicht.

Sonderzug nach Monaco geplant

Derweil versucht der Fanverband weiter eine Reise nach Monaco zu organisieren. Dort tritt RB Leipzig am 21.11.2017 zum letzten Gruppenspiel in der Champions League an. Man versucht einen Sonderzug bereitzustellen, der pro Person rund 200 Euro kosten soll. Aufgrund der geringen Kartenanzahl, die RB Leipzig hier auf offiziellem Wege zur Verfügung gestellt bekommt, bemüht sich der Fanverband auf anderen Wegen, vermutlich über den Heimverein, um ein Ticketkontingent

Nachfrage nach Istanbul-Reise gering

RB Leipzig bietet zu allen Auswärtsspielen der Champions League Flugreisen an. Die Fahrten nach Monaco und Porto kosten dabei rund 500 Euro. Für die Partie bei Besiktas Istanbul in zwei Wochen beträgt der Preis 600 Euro. Die Nachfrage nach der Reise ist allerdings gering.

Das könnte auch an der unklaren Sicherheitslage vor Ort liegen. Während sich RB Leipzig mit öffentlichen Stellungnahmen zu dem Thema zurückhält, hat der AS Monaco beispielsweise auf das Abrufen von Tickets für die Partie in Istanbul verzichtet und den Fans von der Reise abgeraten. Hintergrund ist auch, dass es zwischen Anhängern von Besiktas Istanbul und Olympique Lyon im Frühjahr in der Europa League zu Ausschreitungen gekommen war. Istanbul spielt deswegen für zwei Jahre auf Bewährung.

Schwieriges Verhältnis zwischen Türkei und Deutschland

Schwierig sind derzeit auch die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland generell. In der Türkei herrscht seit einem Putschversuch vor über einem Jahr der Ausnahmezustand, der die Grundrechte massiv einschränkt. In Deutschland sorgen vor allem „willkürliche Inhaftierungen“ (Auswärtiges Amt) deutscher Staatsbürger und das Aushebeln juristischer Standards für Kritik.

„Deutschen Staatsangehörigen wird zu erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich auch bei kurzzeitigen Aufenthalten in die Krisenvorsorgeliste der Konsulate und der Botschaft einzutragen“, heißt es dazu auf der Website des Auswärtigen Amts. Eine offizielle Reisewarnung wurde bisher nicht ausgesprochen. Der im Sommer erklärte verschärfte Reisehinweis gilt aber als direkte Vorstufe. Urlaubsreisen darf man daraufhin zwar nicht kostenfrei stornieren. Dertour hatte aber zuletzt RB-Fans freiwillig die kostenfreie Stornierung der Reisen nach Istanbul angeboten.


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