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Marco Rose: Gibt noch andere interessante Klubs als RB Leipzig

Kein uninteressanter Trainer. Marco Rose beim aktuellen Salzburger Arbeitgeber. Foto: Imago.

Kein uninteressanter Trainer. Marco Rose beim aktuellen Salzburger Arbeitgeber. Foto: Imago.

Marco Rose, Cheftrainer bei Red Bull Salzburg, beschäftigt sich „gar nicht“ mit einem möglichen, künftigen Posten bei RB Leipzig. „Ich bin mit meiner Aufgabe in Salzburg total ausgelastet und ich mache das auch richtig gerne. Ich kümmere mich um das Hier und Jetzt. Und man muss auch ehrlich sagen, dass es noch viele andere Vereine auf diesem Planeten gibt, die durchaus interessant sind“, erklärt er im Interview mit Urbanite.

Marco Rose freut sich über Champions League in Leipzig

Der gebürtige Leipziger wurde in der Vergangenheit immer mal wieder als künftige Lösung für den Posten als Cheftrainer von RB Leipzig gehandelt. 2012/2013 hatte er bei Lok Leipzig erstmals als Trainer gearbeitet. 2013 hatte ihn Ralf Rangnick in den Nachwuchs von Red Bull Salzburg geholt. Dort gewann er im Vorjahr die Youth League, das Pendent im Nachwuchsbereich zur Champions League. Seit diesem Sommer trainiert er die Profis von Red Bull Salzburg.

Die Entwicklungen in seiner Heimatstadt und RB Leipzig verfolgt Marco Rose weiterhin mit großem Interesse. „Ich freue mich für die Leipziger, dass sie die Möglichkeit haben, Champions-League-Fußball zu sehen. Und so, wie sich das in den letzten Jahren entwickelt hat – auch der Zuspruch für den Verein – kann man nur gratulieren und ich freue mich für die Menschen, dass sie großen Fußball geboten bekommen.“

Ralf Rangnick als Vorbild für Marco Rose

Auch von Ralf Rangnick hat der 41-Jährige eine hohe Meinung, auch wenn der ihn einst in Hannover nach dem Aufstieg ausbootete. „Ralf Rangnick ist ein absoluter Fachmann. An ihm habe ich immer seine direkte, klare Art geschätzt. Es war für mich ein ganz wichtiger Faktor, dass er nicht rumgeeiert hat, sondern mir damals ehrlich gesagt hat, was geht und was nicht geht. Das finde ich wichtig, und das habe ich auch für mich für meine Trainerarbeit mitgenommen.“

Auch häufige Wechsel von Salzburg Richtung Leipzig sorgen bei Marco Rose nicht für böses Blut, sondern sieht es eher als generelles Problem der Liga. „Fakt ist, dass wir in Österreich eine Liga haben, bei der wir damit rechnen müssen, dass sehr gute Spieler und Top-Talente irgendwann den nächsten Schritt machen wollen. Und da geht es ja gar nicht nur um Leipzig. Wir haben jetzt zum Beispiel Valentino Lazaro zu Hertha Berlin abgegeben. Wir beschäftigen uns eher damit, unseren Verein und vielleicht auch die Liga ein Stück weit interessanter zu machen, damit man die guten Jungs so lange wie möglich bei uns behalten kann.“

Traditionelles Champions-League-Aus mit Red Bull Salzburg

In seiner ersten Saison als Trainer im Männerbereich sammelt Marco Rose auch sofort internationale Erfahrungen. Gestern holte sein Team in der Europa League in einem Spiel, in dem wesentlich mehr drin gewesen wäre, ein 1:1 beim portugiesischen Vertreter Vitoria Guimaraes.

Wesentlich mehr drin gewesen wäre in der Vergangenheit auch in der Champions-League-Qualifikation. In diesem Sommer hatte das Rose-Team zum zehnten Mal den Einzug in die Gruppenphase verpasst. Einen Fluch sieht der Trainer darin aber nicht. Zwar sei der Einzug in die Champions League das Ziel gewesen, aber man habe ein „junges, talentiertes Team“ und wisse, wo man „hingehört“.