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Ralph Hasenhüttl zu Football Leaks: Guter Lohn ist okay!

Am Sonntag sah sich Ralf Rangnick bei Sky mit den manchmal ein wenig unklaren Vorwürfen von Spiegel-Journalist und Co-Autor des Buchs Football Leaks Rafael Buschmann konfrontiert. Sein Trainer Ralph Hasenhüttl stärkte ihm am Montag den Rücken.

Rangnick: Wettbewerbsverzerrung nur in den unteren Ligen

In der allgemeinen Diskussion über immer schneller steigende Summen im Fußball gilt RB Leipzig schnell als Vorreiter des Turbokapitalismus. Ralf Rangnick konnte und wollte selbst nicht bestreiten, dass die Finanzspritzen von Red Bull sein Fußballprojekt besonders bis zum Aufstieg in die Bundesliga in eine ungleiche Position mit seinen Wettbewerbern brachte. In diesem Punkt, den Buschmann mit Beispielen aus seinen Football Leaks untermauerte, herrschte also im Grunde Einigkeit.

RB Leipzig finanziell auf lange Sicht ein Top-Verein

Später stellte Rangnick richtigerweise fest, momentan zumindest finanziell noch nicht zu den Topclubs zu gehören, zumindest wenn man die Kaderausgaben betrachtet. Abgesehen davon, dass man sowohl die Möglichkeit als auch prinzipiell den Plan gefasst hat, sich dorthin ohne größere Geldsorgen vorzuarbeiten: RB Leipzig betont schließlich besonders gerne, den Regeln Financial Fairplay zu entsprechen. Solange der Ursprung des Geldflusses keinen Wettbewerbsbestimmungen widerspricht, haben die Gehälter und Verträge der Profis gefälligst privat zu bleiben, so Rangnick sinngemäß. „Wir können aber auch gerne darüber reden, wie viel Sie im Verhältnis zu Herrn Wallrodt verdienen“, hatte er dann den Spieß von Rafael Buschmann umgedreht.

Ralph Hasenhüttl sieht keinen Sinn in Football Leaks

Dieser Forderung konnte sich heute Ralph Hasenhüttl nur anschließen und sah keinen höheren Sinn in den Football Leaks. „Ich weiß nicht, was man davon haben sollte. Mich interessiert auch nicht, was ihr verdient“, so der RB-Coach gegenüber den Journalisten auf der Pressekonferenz vor dem Augsburg-Spiel. „Das ist etwas, was gut in der Geheimhaltung aufgehoben ist. Mich interessiert, was sie leisten. Wenn sie dafür gut entlohnt werden, ist das okay“, nahm Ralph Hasenhüttl die Diskussion sportlich. Etwas anderes blieb ihm als Trainer in den englischen Wochen auch gar nicht übrig.


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