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Bund muss bei Stadionverkauf zustimmen

Erst kürzlich wurde der Verkauf der Red Bull Arena besiegelt. Stadt Leipzig, Stadionbesitzer Michael Kölmel und das Käufer-Joint-Venture aus RB Leipzig und Red Bull hatten sich auf entsprechende Verträge geeinigt.

Bundesinnenministerium muss Verkauf der Red Bull Arena zustimmen

Bisher war man davon ausgegangen, das nur noch der Leipziger Stadtrat dem Verkauf der Red Bull Arena zustimmen muss. Nun berichtet BILD, dass auch noch das Bundesinnenministerium ein Wörtchen mitredet.

Der Bund war einst der größte Förderer des Umbaus des Zentralstadions. Rund 50 Millionen Euro steckte man rund um die Jahrtausendwende in den Bau. Michael Kölmel war mit geschätzt 45 Millionen, die Stadt Leipzig mit rund 20 Milionen Euro beteiligt.

Zustimmung wahrscheinlich – Zweckbindung an den Fußball

Aufgrund der Förderung durch den Bund wurde einst dem Stadionbesitzer Kölmel eine 25 Jahre dauernde Zweckbindung an den Fußball auferlegt. Vereinbart wurde auch, dass „bei einer eventuellen Veräußerung vor Ablauf dieser Frist diese an die Zustimmung des Bundesministeriums des Inneren gebunden ist“. Bis 2029 laufe die vereinbarte Zweckbindung.

Nach BILD-Ansicht ist aber nicht damit zu rechnen, dass sich das Bundesinnenministerium dem Verkauf der Red Bull Arena verweigert. Vielmehr glaubt man an eine Zustimmung der Behörde, weil auch RB Leipzig und Red Bull bis 2040 Fußball in der heutigen Red Bull Arena garantieren.

Weicht man von diesem Weg ab, dann kann die Stadt das Stadion bis 2030 für einen „reduzierten Preis“, ab 2030 für einen Euro und ab 2040 für den Zeitwert kaufen.

Konzerte und Wochenmarkt weiter möglich am Sportforum

Teil der neuen Verträge, die beim Verkauf unterzeichnet wurde, ist auch, in welchem Umfang im Stadion fußballfremde Veranstaltungen stattfinden dürfen. Die Stadt hatte sich dabei das Recht zur Austragung eigener Veranstaltungen zusichern lassen.

Zudem darf Michael Kölmel laut BILD zwei Konzerte pro Jahr in der Red Bull Arena durchführen, wenn es die Nutzung durch RB Leipzig zulässt. Auf der Festwiese darf abseits von Fußballtagen immer etwas stattfinden. Auch der Wochenmarkt an der Jahnallee bleibt wo er ist.

Umbau der Red Bull Arena auf bis zu 50.000 Sitzplätze

Im Oktober soll der Stadtrat dem Verkauf der Red Bull Arena zustimmen. Im kommenden Sommer bereits soll mit den ersten Umbauschritten gestartet werden. Unter anderem wird der Fanblock in einen Stehplatzbereich umgebaut und die Tribünen weiter nach unten Richtung Spielfeld erweitert.

Für die EM-Bewerbung hat Leipzig ein Stadion mit einer Kapazität von knapp 50.000 Sitzplätzen angegeben. Wenn Teile des Stadions als Stehplätze genutzt werden, dann könnte es für Bundesliga-Spiele eine Kapazität von bis zu 57.000 Plätzen haben. Aktuell fasst die Red Bull Arena rund 42.500 Zuschauer.


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