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Videoschiedsrichter: Hasenhüttl moniert Testphase am „lebenden Patienten“ 

Die Entscheidungen (oder Nicht-Entscheidungen) des Videoschiedsrichters sorgen seit der Einführung  in der Bundesliga an jedem Spieltag für Diskussionen. Ralph Hasenhüttl war nie ein Freund der Regelung und erklärte seine Unzufriedenheit auch vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 23. September, 15.30 Uhr).

Timo Werner gegen HSV: Videoschiedsrichter erkennt Elfmeter ab

Timo Werner machte mit RB Leipzig gegen den Hamburger SV am dritten Spieltag seine ersten Erfahrungen mit der neuen Regelung. Als er von Albin Ekdal im Strafraum gelegt wurde, pfiff Deniz Aytekin zunächst Elfmeter. Nach Rücksprache mit dem fünften Offiziellen an den Monitoren entschied er sich um und auf Eckball. Allerdings war es diesmal keine Schwalbe von Timo Werner. Der Kontakt war da, nur hatte Ekdal regelkonform zur Ecke geklärt. In dem Fall eine richtige Entscheidung, die RB Leipzig einen Elfmeterpfiff kostete.

Ralph Hasenhüttl nicht zufrieden mit dem Videobeweis

Nicht der verwehrte Elfmeter, aber die Unklarheit vieler Entscheidungen brachte Ralph Hasenhüttl aber gegen die momentane Praxis des Videoassistenten auf. „Ich bin nicht zufrieden. Weil ich ihn so, wie er momentan praktiziert wird für wenig klärend halte“, so Hasenhüttl auf Nachfrage. DFB und DFL operierten dabei in der Testphase „am lebenden Patienten“, wie man Woche für Woche mitbekomme. Das sorge nur für noch mehr Diskussionen und sei im Moment nicht zufriedenstellend.

Hasenhüttl: Schiedsrichter sollte selbst nochmal schauen

Eine Lösung hatte der Trainer von RB Leipzig aber auch parat, wenngleich die bereits laut Regelwerk auch schon vorhanden ist. „Ich finde, es wäre ganz ganz wichtig, dass Dinge die im Stadion passieren, im Stadion entschieden werden.“ Dazu sollte der Schiedsrichter die Möglichkeit nutzen, selbst auf die Bilder zu schauen. „Dann hat er das Heft des Handelns in der Hand und muss es nicht auf eine höhere Ebene durchreichen“, so Hasenhüttl. Die Option besteht auch jetzt schon, aber in der Regel wurde bislang auf Basis der Kommunikation zwischen den beiden Unparteiischen entschieden. Wenn der Schiedsrichter selbst die Szenen nochmal anfordert, dauert die gesamte Bewertung natürlich ungleich länger. Dabei war auch die Zeit bis zur Entscheidung ein großer Kritikpunkt Hasenhüttls vor der Einführung.

 


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