Seite neu laden
-

Im Hexenkessel von Istanbul: RB Leipzig scheitert am zwölften Mann

Nach der 0:2-Niederlage von RB Leipzig bei Besiktas Istanbul wurde bei der Suche nach Ursachen auch immer wieder die Atmosphäre im Stadion genannt. Nicht alle Spieler seien damit zurecht gekommen.

Lautstärke-Weltrekord im Stadion von Besiktas Istanbul

Im Vodafone Park von Besiktas Istanbul geht es extrem laut zu. 141 Dezibel wurden hier angeblich mal gemessen. Das ist die Lautstärke eines Kampfflugzeugs. Gestern sollen es ’nur‘ etwas über 100 Dezibel gewesen sein, also so laut wie auf einem Rockkonzert.

Schon vor dem Anpfiff sangen sich die türkischen Anhänger warm und waren wie die Spieler von Besiktas Istanbul von Anfang an hellwach. Gerade in den ersten 20 Minuten überrannte der Gastgeber mit seinen Fans im Rücken den Gast.

Ralph Hasenhüttl sieht überforderte Spieler

Ralph Hasenhüttl machte nach dem Spiel Überforderung bei manchen seiner Spieler aus. „Wir haben die Partie vor allem gegen die Atmosphäre verloren. Das war für den einen oder anderen Spieler zu viel.“

Er habe in diesem Spiel in der Champions League gesehen, auf wen er sich in solchen Situationen verlassen kann. Explizit nannte er dabei „Dayot Upamecano, Stefan Ilsanker oder Marcel Sabitzer“, die die Partie angenommen hätten.

RB Leipzig kann bei Besiktas Istanbul nicht gegen die Atmosphäre gegenhalten

Auch Willi Orban ging bei seiner Analyse des Spiels auf die Stimmung vor Ort ein. „In der ersten Hälfte waren wir nicht in der Lage dagegenzuhalten. Da waren wir überrascht von der Atmosphäre, das hat uns sehr zu schaffen gemacht. Man hat gemerkt, dass diese junge Mannschaft noch etwas überfordert ist. Das muss man ganz klar sagen.“

Für Torwart Peter Gulacsi ist nach dem Spiel bei Besiktas Istanbul klar, dass man die Atmosphäre „erleben“ muss und man sich nicht wirklich darauf vorbereiten kann. Eine Entschuldigung für die Leistung von RB Leipzig vor der Pause sieht er darin aber nicht. „Ich glaube nicht, dass die erste Hälfte mit der Atmosphäre, sondern mit unserer Leistung zu tun hat.“

Emil Forsberg fand Stimmung in Istanbul überragend

„Man spielt nicht jedes Wochenende vor einer Kulisse, bei der man auf fünf Meter nix mehr hört“, erklärte Stefan Ilsanker nach der Partie. Was vielleicht auch manchen Abstimmungsfehler erklärt. „Das ist ein Lernprozess, den haben wir heute teuer bezahlen müssen und versuchen das die nächsten Spiele besser zu machen.“

„Die Stimmung war überragend“, fügt Emil Forsberg noch hinzu, „hat mich jedoch nicht gestört“. Dass man auch im Hexenkessel von Istanbul bestehen kann, haben man schließlich „nach der Pause gezeigt, denn dann waren wir dran, haben eben nur nicht getroffen.“


Jetzt die RBLive-App herunterladen: