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Kurzinterview: Hasenhüttl zieht Rotations-Bilanz – „Jeder fühlt sich gebraucht”

Ralph Hasenhüttl hat sich am Donnerstagmittag nach einer Trainingseinheit bei Sturm und Regen Zeit genommen, um nach den ersten zehn Pflichtspielen den Saisonstart mit vielen Wechseln zu analysieren. „Ich muss das Kreuz haben, das mal durchzudrücken”, sagte der Trainer.

Ralph Hasenhüttl: „Haben sehr gut rotiert”

Herr Hasenhüttl, was haben Sie in den ersten zehn Pflichtspielen der Saison dazugelernt?

Ralph Hasenhüttl: „Wir haben sehr gut rotiert, haben dadurch vielen Spielern die Gefahr genommen, sich zu verletzen. Wir haben bisher keine einzige schwere oder längere Verletzung gehabt (klopft auf Holz), keinen Muskelfaserriss oder sonstirgendwas. Wir haben was die Belastung angeht vieles richtig gemacht. Dazu sorgt die Tatsache, dass wir fast allen Spielern die Möglichkeit gegeben haben zu spielen, für gute Stimmung im Kader. Jeder fühlt sich gebraucht – der eine mehr, der andere weniger.”

Musste die Rotation so extrem ausgeführt werden wie bei den neun Wechseln in Augsburg?

„Natürlich habe ich das in Augsburg extrem ausgeführt, was mir dann negativ ausgelegt wurde. Ich musste mir anhören, ich hätte zu viel rotiert. Aber das ist nicht schlimm. Ich muss das Kreuz haben, das mal durchzudrücken. Ich habe als einziger Trainer allen Spielern bis auf Federico Palacios die Möglichkeit gegeben zu spielen – und das am siebten Spieltag. Timo Werner war der einzige, den wir nicht herausgenommen haben, und der hat jetzt Probleme. Das ist kein Zufall.”

Weitere Aussagen von Ralph Hasenhüttl über den aktuellen Gesundheitszustand und die Belastung von Timo Werner finden Sie hier.

Ralph Hasenhüttl: „Noch größere Leistung als im vergangenen Jahr”

Sind Sie mit dem Punkteschnitt von knapp unter zwei zufrieden?

„Letztlich haben wir nur zwei Punkte weniger als im vergangenen Jahr – und das unter Dreifachbelastung. Ich finde, das ist eine noch größere Leistung als im vergangenen Jahr bis zu dem Zeitpunkt. Die Art und Weise, wie wir mit der Dreifachbelastung umgehen, finde ich fantastisch.”

Die kommende Phase wird die vielleicht intensivste der Saison, unter anderem mit den Spielen in Dortmund und Porto sowie zwei Duellen gegen den FC Bayern hintereinander. Wie bereiten Sie sich darauf vor?

„Für diese schwere Phase war der Einstieg perfekt: Wir konnten etwas probieren und testen. Jetzt sind wir schon weiter mit unserer Erfahrung. Jetzt schauen wir mal, ob wir auch gegen diese Topmannschaften im Drei-Tages-Rhythmus Top-Leistungen bringen können. Das wird gefragt sein. Wir können aktuell ein paar Inhalte trainieren, im Eins gegen Eins und im Defensiv-Zweikampf. Das ist gut, das tut unserem Spiel gut, dass wir wirklich arbeiten können, weil wir das gegen diese Gegner brauchen werden. Dann sind wir hoffentlich gut gerüstet.”

Ergänzung: An diesem Freitag trainiert RB Leipzig unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um taktische Inhalte zu schulen und „etwas Neues auszuprobieren”, wie es hieß.


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