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Mateschitz-Medium „Addendum“: Unvollständig, emotional und verschlossen

Dietrich Mateschitz, Hauptfinanzier von RB Leipzig, hatte in einem seiner wenigen Interviews zu Beginn des Jahres für Wirbel gesorgt, als er in Trump-Manier zu einer Medien- und Politikschelte ausholte. Sein jetzt gestartetes Projekt „Addendum“ erfülle die eigenen Ansprüche jedoch nicht, so schreibt der Deutschlandfunk.

Ist Addendum ein „Alpen-Breitbart“?

Das von Mateschitz‘ Stiftung „Quo Vadis Veritas“ finanzierte Onlineprojekt moniert, dass Informationen heutzutage „immer unvollständiger werden. Und mit diesem Widerspruch kommen immer mehr Medienkonsumenten immer schwerer zurecht“, wie auf der Website zu lesen ist. Dem will man nach eigenen Angaben faktenorientierte Recherchen entgegenhalten. Allerdings war das Projekt nach der ersten Ankündigung als „Alpen-Breitbart“ verschrien und wurde in die rechtspopulistische Ecke gerückt.

Addendum wird Anspruch nicht gerecht

Tatsächlich war das erste Thema, mit dem man sich bei Addendum ausführlich auseinandersetzte, die Flüchtlingspolitik, als nächstes Stand Terror auf der Agenda. Die einzelnen Stories, die sich mit einem Oberthema beschäftigen, ergeben aber keineswegs ein ausgewogenes Bild, sagt der Wiener Medienwissenschaftler Fritz Hausjell. „Der Anspruch hier das was fehlt zu leisten, der ist beim Thema Asyl definitiv nicht eingelöst worden.“

Zudem sei die Aufmachung des Reizthemas Asyl eben nicht objektiv, sondern eher emotional, so heißt es beim Deutschlandfunk. Für deren Fragen zum Projekt stand niemand zur Verfügung. Immerhin kam man mit dem dritten Schwerpunkt Glücksspiel auf ein Thema, das sich nicht gleich dem Rechtspopulismus verdächtig macht.


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