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Stadtrat beschließt Stadionverkauf an RB Leipzig

Der Stadtrat hat dem Verkauf der Red Bull Arena an Red Bull und RB Leipzig zugestimmt. Bei der Stadtratssitzung gab es lediglich eine Nein-Stimme und eine Enthaltung.

Nun muss noch der Bund zustimmen. Sportbürgermeister Heiko Rosenthal rechnet „täglich“ mit einem entsprechenden Anruf des Bundesinnenministeriums, wie er der LVZ (Print) erklärt.

Fußball in der Red Bull Arena bis 2040

Mit dem Verkauf geht die Red Bull Arena nun in den Besitz des Vereins über. Finanziert wird dies zu 6 Prozent aus eigenen Mitteln, den Löwenanteil zahlt Red Bull. Vertraglich geregelt sind die Nutzung des Stadions für weitere Sportveranstaltungen, die Nutzung der Festwiese und die Sicherstellung des Spielbetriebs bis 2040

Geregelt sind auch verschiedene Rückkaufoptionen durch die Stadt. So zum Beispiel für den Fall, dass in der Red Bull Arena schon vor 2040 kein Fußball mehr gespielt wird. Ab 2030 würde dann das Stadion beispielsweise für einen Euro an die Stadt zurückfallen. Ab 2040 wäre dann der Wert des Stadions zu zahlen.

RB Leipzig kauft Betreibergesellschaft des Zentralstadions

Damit der Umbau schnellstmöglich beginnen kann, drängt man bei RB Leipzig nun noch auf die Zustimmung durch den Bund, die als sicher gilt. Eine genaue Summe des Verkaufs wurde nicht genannt, im Raum stehen 70 Millionen Euro.

Für diese Summe kauft das Joint Venture aus Red Bull und RB Leipzig die Anteile an der Zentralstadion Leipzig GmbH. Durch den gemeinsamen Kauf von Red Bull und RB Leipzig spart man sich die Grunderwerbssteuer. Rund 2,5 Millionen Euro weniger an Ausgaben kommen deswegen auf die Käufer zu.

Positive Stimmen der Stadträte zum Verkauf der Red Bull Arena

„RB ist ein Glücksfall für Leipzig. Die Stadt wäre gar nicht in der Lage, das Stadion zu verwalten und zu betreiben“, erklärt Margitta Hollick für die Linke in der LVZ (Print) zum Verkauf. Grünen-Stadtrat Michael Schmidt verweist darauf, dass auch nach dem Verkauf noch die Verkehrsprobleme rund um die Red Bull Arena zu klären seien.

Ansbert Maciejewski ist für die CDU froh über den Verkauf und verweist darauf, dass die Zukunft des Stadions nun für längere Zeit geklärt ist. Für die Zukunft könne er sich sogar einen Stadionneubau an anderer Stelle vorstellen. „Aber das ist nicht akut, sondern vielleicht in 20 Jahren mal ein Thema.“


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