Seite neu laden

Bitteres WM-Aus gegen Brasilien – RB-Talente kehren zurück

Wichtige Stütze der deutschen U17-Nationalmannschaft: Elias Abouchabaka von RB Leipzig. (Foto: Imago)

Wichtige Stütze der deutschen U17-Nationalmannschaft: Elias Abouchabaka von RB Leipzig. (Foto: Imago)

Der Titeltraum der deutschen U17-Fußballer ist nach einer bitten Niederlage im Viertelfinale der Weltmeisterschaft gegen Brasilien geplatzt. Die Auswahl von Trainer Christian Wück unterlag trotz einer sehr guten Leistung und einer 1:0-Führung gegen starke Südamerikaner mit 1:2 (1:0) und muss die Heimreise antreten.

„Die Jungs sind wahnsinnig traurig, dass ihr WM-Traum auf so schmerzhafte Art und Weise geplatzt ist“, sagte Wück. „Wir werden die Jungs aufrichten, aber im Moment herrscht eine große Enttäuschung.“

Jann-Fiete Arp erzielt einzigen deutschen Treffer

Vor 66 600 Zuschauern in Kolkata war die DFB-Elf lange das bessere Team, gab die Partie gegen den dreimaligen U17-Champion aber aus der Hand. „Ich kann meiner Mannschaft heute nur einen einzigen Vorwurf machen: Wir haben in unserer sehr starken ersten Halbzeit schlichtweg kein zweites Tor nachgelegt“, sagte Wück. Nur Kapitän Jann-Fiete Arp traf für die Nationalmannschaft (21. Minute/Foulelfmeter).

Nach einer etwas wackeligen Anfangsphase mit einem Pfostentreffer für Brasilien (6.) bekamen die DFB-Junioren das Spiel in den Griff. Die Führung durch Torjäger Arp – das zweite Gegentor Brasiliens bei dieser WM – war daher verdient. Es war der fünfte Turniertreffer des Hamburgers. John Yeboah hatte zuvor den Ball erobert und war im Strafraum gefoult worden. Zahlreiche Chancen auf ein zweites Tor vergaben die DFB-Junioren im ersten Abschnitt teils leichtfertig.

Brasilien dreht das Spiel

Im zweiten Durchgang kamen die Südamerikaner besser ins Spiel, drängten auf den Ausleich und trafen durch einen wuchtigen Schuss von Weverson (71.). Nur sechs Minuten später entschied Paulinho mit einem sehenswerten Distanzschuss die Partie (77.). «Wir wussten, dass Brasilien im zweiten Spielabschnitt viel Druck entwickeln wird», sagte Wück.

Die Viertelfinal-Teilnahme war das beste WM-Ergebnis einer deutschen U17-Nationalelf seit dem dritten Platz 2011. Die Wück-Auswahl hatte die Gruppenphase nach zwei Siegen und einer Niederlage auf Rang zwei beendet und im Achtelfinale Kolumbien mit 4:0 (2:0) besiegt. «Die WM hat gezeigt, dass wir mit dem 2000er Jahrgang mit den besten Teams der Welt mithalten können», lobte Wück seine Mannschaft.

Elias Abouchabaka führt Trio von RB Leipzig an

Mit zum Kader der deutschen U17-Nationalmannschaft gehörten mit Erik Majetschak, Elias Abouchabaka und Nicolas Kühn auch drei Talente von RB Leipzig. Mit Kilian Ludewig war ein vierter RB-Spieler bereits vor Beginn der Gruppenphase wegen einer Verletzung wieder abgereist.

Abouchabaka kam in allen fünf WM-Spielen zum Einsatz und stand viermal in der Startelf. Kühn kam in drei Spielen, darunter auch im Viertelfinale in der Startelf zum Einsatz und kam zu einem Torerfolg im dritten Gruppenspiel gegen Guinea. Majetschak kam lediglich beim 0:4 gegen den Iran im zweiten Gruppenspiel für 45 Minuten zu Einsatzzeit.

(DPA | RBlive)