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„Leere Kilometer ohne Ertrag” – Warum sich RBL nach der Roten Karte ergab

Nach dem Platzverweis gegen Willi Orban (13.) im sogenannten Bundesliga-Spitzenspiel bei Bayern München (2:0) fand RB Leipzig in der Offensive praktisch nicht mehr statt. Marcel Sabitzer, Emil Forsberg & Co. erklären, warum das so war.

Das Ergebnis fiel mit 2:0 (2:0) für Rekordmeister Bayern München noch harmlos aus. Doch schaut man sich weitere Statistiken an, fragt man sich, ob da tatsächlich RB Leipzig auf dem Platz stand oder eine Kopie? 23:3 Torschüsse, 31,5 Prozent Ballbesitz, 11:1 Ecken, 45 Prozent Zweikampfquote. Und knapp 100 Kilometer Laufleistung sind auch zu zehnt nicht allzu viel. Werte, die man sonst nur von Leipzigs Gegnern kennt. Keine Frage: RB Leipzig war nach dem erneuten frühen Platzverweis mental und körperlich nur noch zu Schadensbegrenzung in der Lage.

Marcel Sabitzer: „Das ist im Kopf nicht einfach”

Das lag natürlich einserseits an dem kraftraubenden „Gigantenkampf über 120 Minuten” (Jupp Heynckes) im DFB-Pokal am Mittwoch. Andererseits waren die Leipziger nach der erneuten Roten Karte auch demoralisiert. „Wieder laufen, wieder können wir nicht unser Spiel durchziehen. Diese Umstellung ist auch nicht immer leicht”, erklärte Emil Forsberg enttäuscht, aber gefasst.

Hasenhüttl: „Verwaltungsmodus” zugunsten der Champions League

Und Marcel Sabitzer gab zu: „Dann fällt schnell das 1:0, und dann weißt du, dass du leere Kilometer läufst, ohne irgendwelchen Ertrag. Das ist im Kopf nicht einfach.” Dass RB in Hälfte zwei, als es auch die Münchner lockerer angehen ließen, nicht mehr zulegten, war auch Kalkül und Anweisung, um für das kommende Champions-League-Spiel Kräfte zu sparen. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl sagte, dass er sein Team in den „Verwaltungsmodus” habe schalten lassen. „Eigentlich hätten wir heute in der Halbzeit runtergehen können, da war das Spiel gelaufen. Wir haben dann versucht, dass wir kein Gegentor mehr bekommen.”

Jupp Heynckes: „Bisschen mehr Erfahrung als meine Jungs”

Und auch die Bayern-Spieler haderten damit, in der zweiten Hälfte nicht wenigstens den eigenen Zuschauern ein Torefestival geboten zu haben. „Wir haben dann keinen guten Fußball mehr gespielt. Da müssen wir mehr Tempo aufnehmen, das Spiel auch genießen, Spaß haben und versuchen, noch mehr Tore zu schießen”, forderte Arjen Robben.

FCB-Trainer Jupp Heynckes hingegen sagte altersweise: „Ich habe ein bisschen mehr Erfahrung als meine Jungs. Wir haben am Dienstag schon wieder ein Spiel. Deswegen müssen wir heute zufrieden sein. Für mich war es wichtig, wieder zu Null zu spielen, dass in der Defensive die Abstimmung da ist. Es warten noch viele, viele Spiele und Herausforderungen auf uns.”

Der FC Bayern spielt bereits am Dienstag in der „Königsklasse” bei Celtic Glasgow, RB Leipzig muss am Mittwoch in Porto ran.

Weitere Reaktionen der Protagonisten lesen Sie hier bei der Mitteldeutschen Zeitung.


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