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Kann sich Marcel Halstenberg bei Jogi Löw nachhaltig etablieren?

Marcel Halstenberg feiert in Wembley ein gutes Debüt für Deutschland. Ob der Leipziger im WM-Fokus von Bundestrainer Löw bleibt, wird sich noch zeigen. Das beweist die lange Liste von Halstenbergs Vorgängern.

Gegen Frankreich wieder in der Startelf?

Auf Bootstour und Fahrt im Riesenrad hatte Marcel Halstenberg nach seinem gelungenen Länderspiel-Debüt verzichtet. Bei der Touri-Tour der Nationalspieler in London war der Leipziger nicht dabei. Ein fester Bestandteil der DFB-Auswahl könnte Halstenberg aber werden. Die Premiere beim 0:0 im Wembley-Stadion gegen England hat der 26-Jährige ordentlich gemeistert und sich damit zumindest als Alternative für die WM 2018 in der Problemzone auf der linken Defensivseite empfohlen. Beim ersten Training für den Test gegen Frankreich in Köln bekam er von Löw am Sonntagabend ein Rosa-Leibchen für die mögliche Startelf.

Jogi Löw zufrieden mit Halstenberg-Debüt

„Er hat seine Sache gut gemacht»“, erklärte Joachim Löw. „Er hat das ohne Nervosität gemacht, hat sauber hinten rausgespielt. Deswegen war ich absolut zufrieden“, fügte der Bundestrainer an. Unaufgeregt und gerade in der Anfangsphase mit viel Engagement in der Vorwärtsbewegung – so sammelte Halstenberg weitere Pluspunkte.  Gerade die internationalen Auftritte für RB Leipzig hatten Löw zuvor schon gefallen und ihn zu der unerwarteten Nominierung veranlasst. Der ehemalige Profi des FC St. Pauli ist der 95. Länderspiel-Debütant unter Löw und der neunte gelernte linke Verteidiger, den der DFB-Chefcoach seit 2006 für diese Position neu in die Nationalmannschaft holt. „Boah, Wahnsinn. Man sieht, dass es eine Weile eine kleine Problemposition gewesen sein muss“, sagte Halstenberg.

DFB-Linksverteidiger von Christian Pander bis Marcel Halstenberg

Nach der langwierigen Muskelverletzung von Stammkraft Jonas Hector hatte Löw zuletzt auch Confed-Cup-Sieger Marvin Plattenhardt weiter getestet. Ob Halstenberg oder der Berliner am Dienstag gegen Frankreich vorspielen dürfen, ist offen. Für zu viel Euphorie besteht wiederum kein Anlass. Das zeigt die lange Liste der Linksverteidiger im Nationaltrikot. Diese Position mussten in der Ära Löw zudem unter anderen Jérôme Boateng, Holger Badstuber oder Benedikt Höwedes als Notnägel ausfüllen. Als großer Freund von Borussia Dortmunds Kapitän Marcel Schmelzer gilt Jogi Löw ebenfalls nicht.

Der Wolfsburger Yannick Gerhardt bekam vor genau einem Jahr beim 0:0 in Italien nach seinem Debüt ordentliche Kritiken und spielte seither nie wieder im A-Team. Christian Pander, der erste Linksverteidiger, den Löw zum Nationalspieler gemacht hatte, brachte es auch nur auf zwei Länderspieleinsätze. Sein grandioses Debüt hatte er 2007 gefeiert – mit dem Siegtor zum 2:1 in Wembley.

(dpa|RBlive)


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