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Fanflucht: Red Bull Salzburg als Abo-Meister in der Krise

Könnte mit dem FC Salzburg gegen RB Leipzig spielen: Marco Rose. Foto: imago

Könnte mit dem FC Salzburg gegen RB Leipzig spielen: Marco Rose. Foto: imago

Bei RB Leipzig kann man sich über Auslastung und Stimmung im Stadion nur selten beschweren. Die Red-Bull-Schwester aus Salzburg steht dagegen vor ernsthaften Problemen, wie der Kurier schreibt.

Red Bull verscherzt es sich mit Fans

Die Projektvorlage für den weitaus wichtigeren Ableger RB Leipzig existiert nun seit über zehn Jahren. Zu Beginn hatte Red Bull nach der Übernahme der Austria Salzburg zwar Probleme mit vielen eingefleischten Fans, weil man sich bei klassischen Fanthemen wie Farben und Logos kompromisslos gab. Die vielen aber kaum ins Gewicht, denn ins Stadion pilgerten genügend Salzburger, die den Versprechungen von Champions League und internationalen Stars Glauben schenkten, so der Kurier.

Fans nehmen Oliver Mintzlaff Logo-Entscheidung übel

Weder mit dem Wettbewerb, noch mit den Stars hat es geklappt. Und wird es womöglich auch nicht mehr so richtig, denn seit ein paar Jahren gibt man die potentesten Spieler nach Leipzig ab. Seit dieser Ankündigung durch Mäzen Dietrich Mateschitz wurden es immer weniger Zuschauer. Oben drauf setzte der Verein wenig einfühlsam die Verlegung der wenigen Stammfans in den Gästeblock.

Der letzte Bruch gehe auch auf eine Entscheidung von Oliver Mintzlaff zurück, der nun nur noch für RB Leipzig zuständig ist. Denn der Ankündigung, das Vereinslogo mit einem Meisterstern für den zehnten Titel zu versehen, folgten bis heute nie Taten.

Marco Rose mit Salzburg erfolgreich

Sportlich sieht es natürlich bestens aus. Seit 2013/14 gewann Red Bull Salzburg in jedem Jahr das Double aus Bundesliga und ÖFB-Cup. Das verhindert aber nicht, dass die Red Bull Arena mittlerweile nur noch zu einem Bruchteil gefüllt ist. Und könnte noch Konsequenzen haben. Zwar ist der Leipziger Marco Rose momentan mit Salzburg erfolgreich, aber attraktiv sind Begegnungen in leerem Heimstadion sicher nicht.

Interesse aus der Bundesliga

Beim FC Köln wurde er als möglicher Nachfolger von Peter Stöger gehandelt, aber auch andere Vereine werden mittlerweile ein Auge auf den ehemaligen Bundesligaprofi geworfen haben, der im letzten Jahr den Salzburger Nachwuchs zum Gewinn der Youth League geführt hat. Mit Salzburg kann er sogar noch direkt auf RB Leipzig treffen, wenn die es nur in die Europa League schaffen sollten.