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Dirk Zingler: Spieler von RB Leipzig passen nicht zu unseren Werten

Wertevermittler und Vereinspräsident in einer Person: Dirk Zingler von Union Berlin. (Foto: Imago)

Wertevermittler und Vereinspräsident in einer Person: Dirk Zingler von Union Berlin. (Foto: Imago)

Mit deutlichen Worten hat sich der Präsident von Zweitligist von Union Berlin in einem Interview zu RB Leipzig geäußert.

Union Berlin achtet bei Personalentscheidungen auf Ablehnung von Zuschauern

Auf der Website des Vereins sprach er unter anderem über die Entlassung von Trainer Jens Keller, aber auch über viele andere Dinge aus dem Vereinsleben. Dabei wurde er zduem gefragt, ob es bei Union Berlin „eine Abwägung zwischen bestimmten Spezialisierungen oder Qualität auf einer Position und einer Grenze, die wir nicht überschreiten würden, um jemanden hierherzuholen“, gäbe.

Das passiere „permanent“, antwortet Dirk Zingler auf diese Frage. Es gebe bei Entscheidungen in einem Verein viele unterschiedliche Interessen, zwischen denen man vermitteln muss. Bei Peronalentscheidungen müsse man auch „die Ablehnung bei unseren Zuschauern und Mitgliedern zu bestimmten Entwicklungen im deutschen Profifußball – nehmen wir ruhig das Thema Leipzig“, berücksichtigen.

Werte von Union Berlin stehen über Spielern von RB Leipzig

Und weiter: „Es herrschte hohes Unverständnis in Teilen der Lizenzspielerabteilung darüber, dass ein sehr guter Spieler nicht verpflichtet wurde, nur weil er drei Jahre bei RB Leipzig gespielt hat“, erklärt der Präsident von Union Berlin eine Personalentscheidung.

Möglich ist, dass es sich dabei um Georg Teigl handelt, der beim FC Augsburg nur auf der Bank sitzt und bei dem ein Wechsel nach Braunschweig oder zu Union Berlin im Gespräch war. Von Januar 2014 bis Sommer 2016 spielte der Österreicher für RB Leipzig.

Bei der Entscheidung gegen den RB-Akteur hätten die Werte des Vereins über der sportlichen Qualität des Spielers gestanden. Denn man opfere „natürlich nicht alles für den Erfolg! Die Liste der Dinge, auf die wir verzichten ist fast länger als die der Dinge, die wir tun!“

Dirk Zingler wirbt bei der sportlichen Leitung für Union-Werte

Neben der Entscheidung gegen viele Sitzplätze im auszubauenden Stadion verzichte man auch auf „viele kommerzielle Aktionen Werbeeinnahmen und Aktionen am Spieltag“ und man „verpflichtet ganz bestimmte Spieler nicht“. Dabei diskutiere die Vereinsführung auch „permanent mit der Lizenzspielerabteilung“ und wirbt „für die Werte unseres Vereins!“

„Im Grunde verzichten wir in gewissem Maße auf schnelleren sportlichen Erfolg, weil wir bestimmte Dinge nicht tun.“ Wie zum Beispiel, Spieler von RB Leipzig nicht zu holen, weil das den von Dirk Zingler vertretenen Werten von Union Berlin widerspricht.