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Ralf Rangnick: RB Leipzig kein Nine-to-five-Job

Ralf Rangnick glaubt, dass die Arbeit bei RB Leipzig nicht in normalen Arbeitszeiten von 9 bis 17 Uhr zu erledigen ist. „Das geht in diesem Job“ und angesichts der „hohen Schlagzahl“ bei RB nicht, meint der Sportdirektor von RB Leipzig im Interview mit Sportbild (Print).

Arbeit bei RB Leipzig mit hoher Intensität verbunden

„Wir haben uns mit so vielen Themen beschäftigt“, führt er weiter aus. „Wenn ich nur daran denke, wie oft wir Köche, Analysten, Mentaltrainer für alle Jugendmannschaften, Reha-Trainer und so weiter gescoutet haben. Das setzt eine hohe Arbeitsintensität voraus.“ Allerdings seien soziale Beziehungen wichtiger als der Job, sodass man Mitarbeitern, die aufgrund besonderer Ereignisse eine Auszeit brauchen, auch immer entgegen kommt.

Einen hohen Anspruch hat Ralf Rangnick an die Entwicklung der Mannschaft. Dabei betont er erneut, dass man mit den Auftritten vor der Winterpause nicht zufrieden sein könne. Mit Erfolgen zufrieden zu sein, sei „gefährlich. Wir haben einen bestimmten Anspruch, was wir von den Spielern immer wieder sehen wollen. Das sind Basics wie viel Laufarbeit, gemeinsames Verteidigen, Druck auf den Gegner.“

Ralf Rangnick kann auch ungemütlich

„Wenn wir das Gefühl haben, dass es sich jemand gemütlich macht, dann wird es ungemütlich und gibt auch mal richtig Feuer“, erklärt Rangnick weiter. Dabei gehe es aktuell aber nicht darum, den Druck auf die Spieler zu erhöhen. „Man darf nicht vergessen, dass die Mannschaft 15 der letzten 18 Monate auf einem absoluten Top-Niveau gespielt hat.“ In den kommenden Spielen ohne englische Wochen werde man „wieder unser wahres Gesicht sehen“.

Dabei gibt es auch keine Dissonanz mit Trainer Ralph Hasenhüttl, in den Ralf Rangnick volles Vertrauen hat. Man habe „ein gutes Verhältnis“ zueinander. Auch in Bezug auf die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Hasenhüttl macht sich der Sportdirektor keine Sorgen. „Wenn er sich die nächsten Wochen der Rückrunde erst noch anschauen möchte, habe ich damit kein Problem. Wir werden im Frühjahr reden. Aber klar ist: Wir wissen, was wir aneinander haben.“ Man habe bei dem Thema keine Eile und lasse sich nicht von der medialen Berichterstattung treiben.

Ralf Rangnick fände Platz 4 für RB Leipzig großartig

Zufrieden wäre Ralf Rangnick am Ende der Saison, wenn man sich erneut für die Champions League qualifizieren könnte. „Wenn wir am Ende unter die ersten vier kommen, werden wir sicherlich alle zusammen darauf anstoßen. Dann hätten wir eine wirklich grandiose Saison gespielt.“ Dafür müsse man aber kontinuierlich den eigenen Fußball durchbringen.

Keine Probleme sieht Ralf Rangnick in den Abgängen wichtiger Angestellter wie Koordinator Frank Aehlig (Köln) und Chefscout Johannes Spors (HSV). Aehlig stehe nun in Köln „an der Seite seines langjährigen Wegbegleiters und Vertrauten Armin Veh noch stärker in der Verantwortung“. Johannes Spors habe „ein richtig gutes Angebot vom Hamburger SV“ erhalten. „So gerne ich beide behalten hätte, sind wir auch ohne sie so gut aufgestellt, dass wir jetzt nicht alles komplett neu ordnen müssten.“


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