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Salzburg-Chef Harald Lürzer: „Wir sind nicht das Farmteam von Leipzig“

Harald Lürzer betont die Unabhängigkeit von Red Bull Salzburg von RB Leipzig. „Wir sind nicht das Farmteam von Leipzig“, erklärt der Salzburger Vorstandsvorsitzende in der Sportbild (Print).

„Wir bestimmen in Salzburg selbst, und das wird weiterhin so bleiben. Leipzig besitzt auch kein Vorkaufsrecht für unsere Spieler“, erklärt Lürzer weiter. Die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Vereinen sei durch die Arbeit von Ralf Rangnick entstanden, der in Salzburg und Leipzig ähnliche Strukturen aufgebaut hat.

Harald Lürzer würde sich über Sieg gegen RB Leipzig freuen

Beide Vereine stünden aber in Konkurrenz zueinander. Auch dann, falls man in der Europa League ab dem Achtelfinale aufeinandertreffen würde. „Ein Sieg über Leipzig wäre für die Wahrnehmung von Red Bull Salzburg natürlich großartig“, meint Harald Lürzer. Zwar sei RB Leipzig deutlich höher einzuschätzen, aber „es passiert auch manchmal beim Raufen, dass der kleinere Bruder gegen den größeren gewinnt“, sieht er dann doch noch familiäre Banden zwischen den Vereinen.

Neid, dass Red Bull seine Millionen inzwischen hauptsächlich bei RB Leipzig und nicht mehr in Salzburg ausgibt, hat Lürzer nicht. „Herrn Mateschitz ist mit dem Standort Leipzig ein taktisches Meisterstück gelungen. Die Menschen in der Region sind hungrig nach Erfolg.“

Kommerz-Kritiker „haben den Schuss nicht gehört“

Dabei akzeptiert er auch keine Kritik am Vorgehen. „Kommerz und Wirtschaft sind heute ein fester Bestandteil in jedem Profi- Klub. Diejenigen, die sich darüber aufregen, haben den Schuss nicht gehört und sollten mal anfangen, über den Tellerrand hinauszuschauen.“

Harald Lürzer wurde erst im Mai 2017 Vorstandschef bei Red Bull Salzburg geworden. Das war nötig geworden, weil sich Red Bull Salzburg unabhängig von Red Bull aufstellen musste. Lürzer löste damals Rudolf Theierl ab, der als enger Mateschitz-Vertrauter gilt und in Geschäftsaktivitäten von Red Bull involviert war. Auch Lürzer sagt man Geschäftsbeziehungen zu Red Bull nach.

Red Bull Salzburg und RB Leipzig voneinander unabhängige Vereine

„Mit dieser Neuerung wurde der bereits 2015 begonnene Prozess der Entflechtung vom Unternehmen Red Bull, mit dem uns weiterhin eine sehr gute Sponsorenpartnerschaft verbindet, konsequent umgesetzt, und wir können unseren Blick auf die anstehenden sportlichen Aufgaben richten“, sah Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter seinen Verein durch die Veränderung an der Führungsspitze nach dem Wechsel von Theierl zu Lürzer allerdings gut aufgestellt.

Die UEFA ließ im Sommer sowohl RB Leipzig als auch Red Bull Salzburg für ihre Wettbewerbe zu und bestätigte damit, dass man Red Bull Salzburg auf Entscheidungsebene für unabhängig von Red Bull und RB Leipzig hält. In der Europa League könnten Salzburg und Leipzig in dieser Saison erstmals in einem Pflichtspiel aufeinandertreffen. Um diese Chance zu wahren, müssen sich die Vereine aber in der Runde der letzten 32 gegen Real Sociedad San Sebastian bzw. den SSC Neapel durchsetzen.


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