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Kurzinterview: Was fehlt RB Leipzig, Kevin Kampl?

Ein Sieg aus den vergangenen acht Spielen, macht sich da nicht Verunsicherung breit? Nach dem Remis gegen den Hamburger SV stellte sich Kevin Kampl in den Stadionkatakomben den Fragen der Journalisten.

Kevin Kampl, wie bewerten Sie das 1:1 gegen den HSV?
Kevin Kampl: „Es ist sehr bitter. Die erste halbe Stunde war überragend von uns. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird, ein Trainerwechsel bringt immer frischen Wind in die Mannschaft. Aber dann führen wir und machen den Sack nicht zu. Wenn wir das zweite Tor nachlegen, dann passiert da nix mehr. Das fehlt uns gerade: Wir führen oft und schaffen es nicht, das 2:0 draufzulegen, um mal Ruhe in unser Spiel zu bekommen. So führen wir nur 1:0, dann weißt du, dass der Gegner jederzeit zurückkommen kann – heute leider durch ein Abseitstor.”

Leipzig hatte 60 Minuten Zeit, aus dem 1:1 einen Sieg zu machen? Wieso gab es nicht eine klare Torchance aus dem Spiel heraus mehr?
„Es war sehr dicht, und man muss auch sagen: Der HSV hat das sehr gut verteidigt. Wir haben keine Lücken mehr gefunden.”

Kevin Kampl: Verunsicherung? „Doch natürlich”

Ein Sieg aus den vergangenen acht Spielen, macht sich da nicht Verunsicherung breit?
„Doch natürlich, das ist auch für uns bitter. Wir erhoffen uns auch mehr. Aber man hat manchmal solche Phasen als Mannschaft. Wichtig ist, dass wir Ruhe bewahren und uns nicht von unserem Weg abbringen lassen.”

Welcher Weg ist das?
„Weiter in unser Spiel zu vertrauen. Wir haben gegen Schalke ein tolles Spiel gemacht, wir haben in Freiburg bis zur 70. Minute geführt, auch heute wieder. Aber das sind so die Sachen, die ich meinte: Wir hätten auch in Freiburg nachlegen können, heute auch. Dann sehen solche Spiele anders aus. Das versäumen wir gerade, aber wir werden das auch noch lernen.”

Wieso schafft es RB nicht mehr, zu Null zu spielen?
„Die letzten Gegentreffer fielen immer nach Standards, heute war es eines aus dem Spiel heraus. Das war ein Abseitstor. Der HSV ist eine gute Standardmannschaft, das haben wir immerhin gut verteidigt. Das muss man auch als positiv herausstreichen: mal kein Tor durch Standards kriegen. Klar wollten wir zu Null spielen, aber der HSV hatte in der ersten Halbzeit eine Chance und in der zweiten zwei. So schlecht haben wir das nicht gemacht. Weniger kannst du hinten nicht zulassen.”

Leipzig hat von den vergangenen acht Spielen nur eines gewonnen. Der Trend geht nach unten.
„Wir wischen uns jetzt den Mund ab. Wir haben noch 14 Spiele und werden noch genügend Punkte holen. Es kann noch alles passieren, es ist so eng in der Tabelle. Wir werden bis zum letzten Spiel kämpfen, um unser Ziel zu erreichen. Und das ist die Champions League. Aber man muss sagen: Wir haben zwei Punkte heute liegen lassen – unnötigerweise.”

Das Gespräch wurde nach dem Spiel in der Mixed Zone aufgezeichnet.


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