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Ralph Hasenhüttl: „Erwartungshaltung nicht zu groß werden lassen“

Die Verunsicherung bei RB Leipzig wird nach nur einem Sieg aus den vergangenen acht Pflichtspielen immer spürbarer. Trotz eines perfekten Starts reichte es als Champions-League-Aspirant gegen den Bundesliga-Vorletzten Hamburger SV nur zu einem 1:1 (1:1) vor heimischer Kulisse.

Ralph Hasenhüttl sieht Baustellen bei RB Leipzig

„Es ist natürlich bitter für uns. Wir erhoffen uns auch mehr», sagte Mittelfeldspieler Kevin Kampl. „Ausbaufähig, nach oben“, kommentierte Trainer Hasenhüttl die maue Bilanz seit Dezember. „Wir sehen die Baustellen, die wir haben“, ergänzte der 50 Jahre alte Österreicher am Sonntag nach dem Training und betonte: „Das Letzte, was wir sind, ist nicht selbstkritisch genug.“

„Gegen einen tief stehenden Gegner ist uns einfach nichts eingefallen“, räumte Lukas Klostermann ein. Was fehlt, sind auch mal entscheidende Einzelaktionen wie noch in der famosen Premierensaison, die mit dem zweiten Platz überragend zu Ende gegangen war.

Ralph Hasenhüttl sieht zu hohe Erwartungshaltung

Genau darin sieht Hasenhüttl nun auch ein Problem. „Das ist der Fluch der guten Tat“, meinte er. „Wir müssen aufpassen, dass wir die Erwartungshaltung nicht zu groß werden lassen und uns zu überfrachten. Damit ist keinem geholfen.“ Top-Spieler, wie sie bei RB heranreifen, werden dauerhaft aber nicht nur national und nicht nur Europa League spielen wollen.

Letztes Jahr habe man am absolut obersten Limit gespielt, versuchte Hasenhüttl zu relativieren. Und jetzt? Vier Punkte aus den ersten drei Spielen in diesem Jahr, noch immer mischt RB aber im Kampf um die Champions-League-Plätze mit.

Nur kommen die wirklich harten Wochen nun erst allmählich auf die Leipziger zu. Angesichts des noch immer fehlenden Emil Forsberg und dessen damit ebenfalls schmerzlich fehlender Pässe und Ideen im offensiven Mittelfeld machte sich Hasenhüttl nun sogar schon für einen Ersatz stark.

(DPA)


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