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RB bleibt hart: „Keine Worthülsen“ bei Transferspolitik

RB Leipzig hat in der Winterpause mit Mads Bidstrup nur einen Spieler verpflichtet, der erstmal in der U19 spielen wird. Oliver Mintzlaff kommentierte den Deadline Day gegenüber der Bild.

Oliver Mintzlaff über Embalo: „Das gehört zum Geschäft“

Dabei wollte der RB-Chef angesichts der verpassten Verpflichtung des anderen 16-Jährigen, Umaro Embalo, nicht in Panik verfallen. „Es gehört zum Geschäft dazu, dass Transfers platzen.“ Man sei sehr interessiert an Embalo gewesen, der bereits in Leipzig weilte und Ralf Rangnick habe sich lange mit dem Spieler beschäftigt. Schließlich hätte der Deal perfekt zur RB-Strategie gepasst. „Wer Ralf Rangnick und unsere Philosophie kennt, weiß, dass wir junge Spieler entwickeln und sukzessive in die erste Mannschaft führen wollen“, so Mintzlaff im Interview.

Zu weit auseinander für einen Deal

Allerdings konnten sich die Beteiligten schlussendlich finanziell nicht einigen. „In dem Fall hat der Transfer nicht geklappt, weil wir entschieden haben, die Reißleine zu ziehen. Auch wir bewegen uns innerhalb von Leitplanken“, verwies der Geschäftsführer auf Obergrenzen des Vereins. Dabei gehe es RB auch nicht darum, Härte zu zeigen. „Fakt ist, ein Wechsel kommt nur zustande, wenn alle zustimmen. „Wir wollen nicht zum Spielball von Beratern und anderen Clubs werden, sondern das Heft des Handelns in der Hand behalten.“

RB Leipzig behält das Heft in der Hand

Dabei erinnert Mintzlaff auch an die Ansage von Ralf Rangnick im Zusammenhang mit Naby Keita. „Im Winter haben wir klar und deutlich gesagt, dass wir keine Leistungsträger abgeben. Das waren keine Worthülsen. Da ging es auch gegenüber der Mannschaft und den Fans darum, dass man sich auf unser Wort verlassen kann.“ Was den Fans aber erstmal weniger schmeckt: Man gab mit Federico Palacios, Marvin Compper und Nicolas Kühn zwar nur Ergänzungspieler ab, bekam aber auch dafür keinen Ersatz.

Starke Position birgt ein sportliches Risiko

Auch interessant: Der RB-Boss stand zum Abschluss des Deadline Days vor der Kamera. Auf die Frage, ob sich anstelle Embalos noch ein weiterer Zugang hat realisieren lassen, verwies er auf Sportdirektor Ralf Rangnick. Sollte der nichts verkünden, geht RB Leipzig mit dem kleinsten Kader der Liga in eine Rückrunde samt Europa League. Die Aussagen untermauern die starke Position, in die sich RB Leipzig innerhalb kürzester Zeit gebracht hat. Man ist in der Lage, millionenschwere Deals abzuschließen. Und genauso, sie auszuschlagen. Mit dem sehr dünnen Kader kann es sportlich aber für die laufende Saison nochmal eng werden.