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Ademola Lookman nur eine „Notleihe“? – Kritik am Scouting

Gestern Abend nach 20 Uhr überraschte RB Leipzig dann doch noch mit der Verpflichtung von Ademola Lookman. Zu diesem Zeitpunkt hatte kaum noch jemand mit einem Neuzugang bei RB gerechnet. Denn das Transferfenster war schon seit mehr als zwei Stunden geschlossen.

Allerdings ist es für einen Transfer nur relevant, wann er bei den Verbänden eingereicht wurde und nicht wann er verkündet wird. Nach RBlive-Informationen hing es am Ende an der Bestätigung des englischen Verbands. Deswegen konnte der Transfer erst verspätet offiziell gemacht werden.

Keine Kaufoption bei Ademola Lookman

Etwas überraschend wechselt Lookman nur per Leihe bis Saisonende vom FC Everton nach Leipzig. Eine Kaufoption ist dem Vernehmen nach nicht vorgesehen. Entsprechend ist die Verpflichtung nicht auf Langfristigkeit ausgerichtet, sondern stopft nur kurzfristig Lücken. Als Offensivmann für die linke Seite soll Lookman dabei vor allem den Ausfall von Emil Forsberg auffangen. Wann der Schwede ins Mannschaftstraining zurückkehrt, ist momentan völlig unklar.

Für den Kicker (Print) ist der Transfer von Ademola Lookman aufgrund der Rahmenbedingungen und wegen der späten Verpflichtung eine „Notleihe“. Auch das Scouting von RB Leipzig wird kritisch gesehen, weil man auf die Verletzung von Marcel Halstenberg keine Antwort in Form eines neuen Linksverteidigers gefunden hat.

Hat RB Leipzig nur naheligende Kandidaten als Halstenberg-Ersatz auf dem Zettel gehabt?

Angefragt seien als Halstenberg-Ersatz nur Spieler worden, „für deren Beurteilung es keinen Beobachterstab braucht“. Dabei handele es sich um Benjamin Henrichs (Leverkusen), Jannes Horn (Köln), Gian-Luca Itter (Wolfsburg) und Ricardo Rodriguez (AC Mailand). Auch Nordi Mukiele hätte man bekommen können. Allerdings habe sich RB unter anderem deswegen gegen den 20-Jährigen entschieden, weil man die Frankreich-Fraktion nicht noch größer machen wollte.

„Lieber nichts bis wenig tun als faule Kompromisse eingehen oder vermeintlich abstruse Ablöseforderungen zu bedienen – so lautete in Ermangelung einer kreativen Lösung diesmal die RB-Devise“, so das Fazit des Kickers zu den Versuchen der sportlichen Leitung um Ralf Rangnick einen Halstenberg-Ersatz zu finden.