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Ist Ademola Lookman die offensive Soforthilfe für RB Leipzig?

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach wurde mit Ademola Lookman der einzige Neuzugang für RB Leipzig vorgestellt. Der ungewöhnliche Transfer birgt viel Risiko, aber die Hoffnung auf eine sofortige Alternative ist groß.

Lookman ist bereit für RB Leipzig

Seine ersten Worte verrieten nichts außergewöhnliches. Froh, in Leipzig zu sein, Empfang war gut, Teamkollegen sind nett, bereit, zu Spielen. Nichts anderes erwartet Ralph Hasenhüttl von ihm, damit er gleich einen Backup mehr am Start hat. Was darüber hinaus geht? „Ich bin offensichtlich hier bis zum Sommer, aber Fußball ist Fußball“, so Lookman zugleich nichts- sowie vielsagend.

Last-Minute-Transfer zeigt die Notsituation

Sein Transfer könnte sich als Glücklos entpuppen, wenn er einschlägt und dann auch bleiben will. Die Voraussetzungen dazu sagen etwas anderes. Die späte Reaktion auf den rätselhaften Ausfall von Emil Forsberg hat RB einen weiteren wenig erfahrenen Spieler beschert. Der das System verinnerlichen, die kleine Sprachbarriere überwinden muss und in der Europa League nicht spielen darf. Und für den viel Zeit zu investieren sich nicht lohnt, wie die Mitteldeutschen Zeitung analysierte.

Rangnick gab zu, es sei ein für seine Verhältnisse untypischer Verlauf eines Transfers, mit dem sich RB Leipzig gegen eine extreme Not in der Rückrunde absichern will. Rein gar nichts zu machen, hätte angesichts des dünnen Kaders für Rangnick auch fatal ausgesehen, der gemeinsam mit der Vorstellung von Lookman gleich das gesamte Transfersystem bei RB zur Disposition stellte.

Ralf Rangnick ist schon lange überzeugt

Wenn man Spieler und Verantwortlichen vertraut, gab es aber gute Gründe für den Wechsel. Rangnick ist überzeugt, dass sich Lookman von einem Jugendspieler zu einem „richtig gefährlichen Offensivmann entwickelt“ hat. Und so soll der beidfüßige Lookman auf beiden Seiten der RB-Zehn zum Einsatz kommen. Und er selbst habe „mal etwas anderes machen wollen, als die englische Liga“ und die Bundesliga lange verfolgt, das offensive Spiel und das Gegenpressing passe sehr wohl zu ihm, so der 20-Jährige.

Allardyce unglücklich – Chance für RB im Sommer?

In Leipzig hat man sich auch nicht erst in diesem Winter mit ihm beschäftigt. Im November 2016 hatte er ihn schon auf dem Zettel und seinen Weg dann aufmerksam verfolgt. „Er ist für englische Verhältnisse für normales Geld nach Everton gewechselt. Hat zwar nicht viel gespielt, aber es wenn dann sehr gut gemacht“, so der RB-Sportdirektor. Sein Trainer Sam Allardyce hatte sich unglücklich über die Wahl des neuen Vereins gezeigt. „Wenn er den Wechsel nicht gewollt hätte, hätte er nicht zugestimmt“, kommentierte Rangnick. Und bereitet sich für den Sommer mit Sicherheit auf alle Eventualitäten vor.