Seite neu laden
-

Nachwuchs zu schlecht! Ralf Rangnick macht bei RB Leipzig ernst

Über den Nachwuchs von RB Leipzig ist in den vergangenen Wochen viel geschrieben worden. Vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach holte Sportdirektor Ralf Rangnick nun zur öffentlichen Selbstkritik aus.

Ralf Rangnick übt deutliche Selbstkritik

Eigentlich liegt sein Verein nach den schnellen Aufstiegen aus der Regionalliga bis in die Champions League insgesamt auf Kurs. „Generell bin ich ein glücklicher Mensch, ich fühle mich nach wie vor pudelwohl in dieser wunderschönen Stadt“, gab Rangnick mit leicht ironischem Unterton noch zu Protokoll, bevor er zu einer harten Kritik an Teilen seiner Arbeit ansetzte. Was er vor Wochen schon andeutete, machte er jetzt in aller Deutlichkeit zur Chefsache: Die Nachwuchsakademie muss erfolgreicher werden.

Keine Lösung für Ausfall von Halstenberg und Forsberg

Denn in beiden Mannschaftsteilen fehlen aktuell zwei Stammspieler, die man bei dem eng genähten Kader gerne auch mit Talente ersetzt hätte. Die Option sah der RB-Macher nicht und zieht daher beim Recruitment nun andere Saiten auf. „Natürlich würden wir uns für so eine Notsituation wie jetzt wünschen, dass wir mal ein oder zwei Spieler aus dem Nachwuchs hinterher schieben könnten. Das können wir leider nicht, das müssen wir an der Stelle selbstkritisch eingestehen“, so Rangnick.

„Schlechteste U19 seit sechs Jahren“

Dabei hatte man mit der Abmeldung der U23 in der letzten Saison noch darauf spekuliert, „dass die U19 brutal aufgewertet wird.“ Die Hoffnungen in die aktuellen Teams bestätigten sich nicht, was Rangnick zuletzt selbst noch als natürlich Folge der schnellen Aufstiege sah. Nun wurde er deutlicher. „In Wahrheit müssen wir konstatieren, dass wir die schlechteste U19 haben seit sechs Jahren und dass keiner der Spieler in Frage kam, um Forsberg oder Halstenberg auch nur annähernd zu ersetzen.“ Auf die aktuelle Situation will Rangnick umfassend reagieren, strukturell und personell.

Umbaumaßnahmen bei RB Leipzig

Im Hintergrund arbeitete man schon länger an einer Neuaufstellung, die er jetzt vorantreiben wird. „Es wird gravierende Veränderungen geben in der Aufstellung des Scoutings, sowohl personell als auch strukturell.“ Dabei waren die personellen Veränderung in den letzten Monaten nur zum Teil geplant. RB Leipzig beklagte den Verlust des verstorbenen Thomas Albeck, außerdem verließen Frank Aehlig und Johannes Spors den Verein. Zumindest letzterer habe den Weg zum Hamburger SV aber auch gewählt, weil die Umstrukturierungen in vollem Gange waren.


Jetzt die RBLive-App herunterladen: