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Jugendschutz verhindert Embalo-Deal: „Kopfschütteln“ bei Rangnick

Ralf Rangnick wollte Umaro Embalo zu RB Leipzig holen, durfte am Ende aber den Berater nicht bezahlen. Sein Unverständnis darüber äußerte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Umaro Embalo schon auf Wohnungssuche in Leipzig

Eigentlich gingen alle Beteiligten am Dienstag noch davon aus, dass man den millionenschweren Neuzugang mittwochs präsentieren würde. Es war von einigen hartnäckigen Gerüchten das einzige, das im Verlauf dann beinahe offiziell wurde. „Wir beschäftigen uns ja seit Monaten mit dem Spieler wie bereits publik geworden war, durch wen auch immer. Ich war mit Jochen Schneiden in Lissabon beim Präsident von Benfica, der eine Woche später bei uns. Wir hatten in allen Belangen Einigung. Sowohl, was Transfermodalitäten, als auch finanziellen Bedingungen betrifft“, zeichnete Rangnick die Anbahnung nach. „Wir waren schon auf der Suche nach Haus und Wohnung“, so der Sportdirektor.

Jugendschutz-Regularien verhindern den Deal mit Benfica

Gescheitert sei das ganze aber weder am Gesundheitszustand des Spieler, noch an zu hohen Forderungen von Umfeld oder Berater. „Wir hatten Einigung über eine Honorierung des Beraters zu einem Zeitpunkt, wo sie hätte stattfinden dürfen“, gab Rangnick zu Protokoll, aber an diesem Punkt sei das ganze Wechsel geplatzt. Entscheidend seien Regularien gewesen, die Beraterhonorare bei minderjährigen Spielern verbieten. Für Rangnick sei das ganze „nach wie vor unverständlich.“ Aber trotz aller Bemühungen um den Spieler halte man sich an bestehende Regularien, um sich „nicht der Gefahr auszusetzen dürfen, unerlaubte Dinge zu machen.“

Rangnick: „Es tut mir leid für Spieler und Familie“

Und weil die Regularien, die den Wettbewerb um die ganz jungen Spieler einhegen sollen, der einzige Grund waren, wollte der RB-Sportdirektor auch im Namen der Embalos noch einmal klarstellen: „Der Spieler ist zu 100 Prozent gesund und topfit. Das ist mir wichtig für den Jungen, dass er nicht Opfer der Geschichte wird. Der Junge und die Familie tun mir sehr leid, ebenso die Zeit und Energie, die wir da reingesteckt haben.“


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