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Zäsur bei 50+1: Mintzlaff und Co. wollen Autonomie

RB Leipzig ist einer der Bundesligavereine, an die man besonders denkt, wenn über Sinn und Unsinn der 50+1-Regel diskutiert wird. Die Bild zeichnet ein Meinungsbild zum Thema von 15 der 18 Clubs, mit dabei Oliver Mintzlaff.

Eigentlich soll 50+1 verhindern, dass die größtenteils ausgegliederten Profimannschaften der Kontrolle durch ihre Muttervereine entzogen werden können. Die Regelung steht aber auf dem Prüfstand, auch wenn Martin Kind am Montag seinen Übernahme-Antrag bei Hannover 96 überraschend zurückgezogen hat, wie die Bild berichtet. Unabhängig vom konkreten Fall der Niedersachsen sieht man bei der DFL aber „die Notwendigkeit einer ergebnisoffenen Grundsatzdebatte“.

Großteil der Bundesliga will Reform von 50+1

Ohne Äußerung zum Status Quo blieben mit Hoffenheim und Wolfsburg zwei Clubs mit starken Einfluss von SAP-Chef Dietmar Hopp und dem VW-Konzern. Als klarer Verfechter positioniert sich zum Beispiel Borussia Dortmund. Die meisten Vereine sind zumindest für eine Reform der Statuten, allerdings wohl mit unterschiedlichem Hintergrund. Einigkeit besteht aber darin, dass eine Regelung Verlässlichkeit schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Vereine stärken soll. Frankfurts Axel Hellmann macht im Kicker einen Vorschlag für vier neuen Regelungen, die die Macht von potentiellen Investoren einschränken sollen.

Mintzlaff: „Vereine sollen selbst entscheiden“

Oliver Mintzlaff hatte schon vor einer Woche erklärt, dass er im Rahmen der Regelung für mehr Autonomie auf Vereinsseite ist. Damit ist er nicht alleine, der FC Bayern habe laut Bild dieselbe Position. Auch beim Hamburger SV findet man, dass „letztendlich die Mitglieder-Versammlung eines jeden Klubs die Entscheidungshoheit haben sollte.“ Nur kommt das im Fall von RB Leipzig einer Abschaffung von 50+1 gleich.  Denn der Verein hat keine gewachsene Mitgliederstruktur, durch die bei Traditionsvereinen Umfeld und Fans über mehr Macht verfügen.


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